Lebendige Fische sicher transportieren, so geht’s!

Wie transportiert man einen lebendigen Fisch sicher?

Lebendfisch-transportDie Anforderungen an den Fischtransport unterscheiden sich danach, ob es sich um kleinere Fische handelt, die nur für ein Aquarium in der Wohnung gedacht sind, oder um Besatzfische, Zuchtfische oder sonstige größere Fische, die aus dem Teich oder See kommen.

Bei kleineren Fischen reicht oft ein Plastikbeutel mit Sauerstoff aus. Dagegen bedarf es beim Transport größerer Fische mitunter ganzen Wassertanks, die mit einem Lkw transportiert werden müssen.

So sollten kleinere Fische transportiert werden.

Fisch-im-TransportbeutelAber eins nach dem anderen. Bleiben wir zunächst beim Transport kleiner Fische. Bei ihnen haben sich Plastiktüten durchgesetzt (hier). Die Fische kommen in einen Transportbeutel aus Kunststoff, der mit 1/3 Wasser gefüllt ist. Der Kunststoffbeutel wird mit reinem Sauerstoff aufgefüllt und anschließend verschlossen (Sauerstofftabletten finde man hier). Wer auf eine Nummer sicher gehen möchte, kann auch einen Fischbecken benutzen ( hier).

Im Sommer sollte man darauf achten, dass der Transportbeutel nicht in der Sonne liegt, sondern während des Transports abgedunkelt und gekühlt gelagert wird.

Und so sollten Zuchtfische transportiert werden.

Besatzfische oder Zuchtfische, die meist im Herbst in See und Teiche transportiert werden müssen, benötigen ebenfalls einen verantwortungsvollen Transport. Damit alles glatt läuft, sollte man folgende Regeln beachten:

  • Der Transport sollte in Spezialtanks erfolgen.
  • Eine ausreichende Sauerstoffversorgung der Fische sollte unbedingt sichergestellt werden.
  • Es sollte genügend Platz vorhanden sein.
  • Die Wassertemperatur sollte stimmen ( Aquarium Thermometer gibt es hier).
  • Es empfiehlt sich, nachts zu fahren.
  • Der Transporter sollte nach Auftragsende gut desinfiziert und gesäubert werden.

Vor dem Transport die Fische einfangen.

Wenn der lebendige Fisch erst noch eingefangen werden muss, dann sollte man behutsam und langsam vorgehen. Die Fische am besten mit einem großen Netz in eine Ecke treiben und vorsichtig mit einem Kescher ( hier) in einem Transportbehälter zwischenlagern. Je nachdem, ob die Fische in dem Transportbehälter bleiben oder in andere Tanks gesetzt werden, sollte man immer für eine ausreichende Sauerstoffversorgung sorgen.

Fische schonend und richtig transportieren.

Beim Transport selbst darf man nicht zu stark bremsen, da es die Fische in Aufregung versetzen könnte und dies zu unnötigem Sauerstoffverbrauch führen würde. Deshalb ist es besser, etwas langsamer und konzentrierter zu fahren, um die Fische zu schonen. Wenn der Lebendfischtransport mehrere Stunden dauert, sollte man einen Spezialisten beauftragen, der den Sauerstoffgehalt und die Wassertemperatur kontrolliert und für Notfälle auch eine extra Sauerstoffflasche dabei hat. Weiterhin kann es passieren, dass sich durch Fischschleim und Sauerstoff oft Schaum an der Wasseroberfläche bildet. Diesem kann man mit etwas Sahne entgegenwirken, weil das Fett die Partikel bindet.

Von der Tageszeit her empfiehlt es sich, die Fische nachts zu transportieren, weil es nachts erstens ruhiger auf den Straßen zugeht, man zweitens weniger bremsen muss und es außerdem nachts – besonders in den Sommermonaten – draußen etwas kühler ist.

Erst wenn der Fisch am Ziel angekommen ist und lebendig in seinem neuem Teich oder Gewässer plantschen kann, ist der Fischtransport zu Ende. Nach dem Transport ist es wichtig, den Fischtransporter und die Behälter sehr gut zu reinigen, um das Einschleppen von Fischkrankheiten zu vermeiden.

Zum Schluss

Alle Lebendfischtransporte sollten so durchgeführt werden, dass das Wohl der Fische garantiert ist. Denn das Fangen, das Sortieren und anschließende Umsetzen stellen bereits genügend Belastungen dar. Da sollte der Transport schonend über die Bühne gehen.

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