Unterwegs Geld verdienen – so kannst du als Nomade von überall arbeiten und leben

Immer wieder liest man über Menschen, die als Nomaden ortsunabhängig an den schönsten Orten der Welt leben und arbeiten. Dabei ist es für diese Art zu leben irrelevant, ob man alleine, mit einem Partner oder sogar mit einer Familie samt bis zu fünf Kindern unterwegs ist. Ebenso wie es keine Rolle spielt, ob man sich nur mit einem Rucksack oder mit einem selbst ausgebauten Expeditionsmobil auf den Weg gemacht hat. Wichtig ist allein die Entscheidung dafür, ein ortsunabhängiges Leben führen zu wollen.

Dabei stellt man sich als Leser oft die Frage „Wie finanziert man sich ein solches ortsunabhängiges Leben?“

Wenn man eine gute Rente oder genügend Erspartes angehäuft hat, dann ist ein ortsunabhängiges Leben als Nomade einfach zu realisieren. Wie funktioniert das aber, wenn man sich in keiner dieser beiden vorteilhaften Positionen befindet und knapp bei Kasse ist? Nun, dann hat man im Grunde nur eine Möglichkeit, nämlich, dass man seinen Job so flexibel ausrichtet, dass man ortsunabhängig arbeiten kann.

Spätestens ab hier stellt man sich als Leser die zweite Frage „Welche Jobs kann man ortsunabhängig ausführen?“

Die gute Nachricht ist, dass es heutzutage eine viel größere Anzahl an Möglichkeiten gibt, sein Geld ortsunabhängig zu verdienen als dies in der Vergangenheit der Fall war. Dies haben wir vor allem der Globalisierung und dem Internet zu verdanken. Lasst uns mal schauen, welche Möglichkeiten es gibt,von unterwegs aus ein Einkommen zu generieren.

Als digitaler oder analoger Nomade reisen und leben

Es gibt viele Möglichkeiten unterwegs zu arbeiten

Wenn man es genau betrachtet, dann gibt es unendlich viele Jobs auf der Welt, die man entweder gegen Geld oder gegen Verpflegung ausüben kann.

Durch die Digitalisierung haben sich viele Arbeitstätigkeiten so stark gewandelt, dass man zahlreiche Jobposition ortsunabhängig erledigen kann. Um für sich den richtigen Job zu finden, der einem ein ungebundenes Leben ermöglichen soll, braucht es den einen oder anderen Startversuch. Man wird einiges ausprobieren müssen.

Das einzig Wichtige ist, dass man damit anfängt, sein Leben ortsunabhängig auszurichten, dann wird sich auch die ganz individuell passende Tätigkeit herauskristallisieren. Ob man dabei als digitaler Nomade oder als Wanderarbeiter gegen Geld oder Verpflegung arbeiten möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Bei den ortsunabhängigen Arbeiten kann man die Jobs in zwei Kategorien unterteilen: In die erste Kategorie fallen alle Tätigkeiten mit dem Kopf. In die zweite Kategorie fallen Arbeiten physischer Natur.

Lasst uns mal zuerst die Möglichkeiten der digitalen Jobs betrachten und danach die der Wanderarbeiter und der freiwilligen Helfer.

Digitaler Nomade – Geld verdienen und Reisen

Der Traum vieler junger Menschen ist es, als digitaler Nomade zu reisen und Geld zu verdienen. Dabei träumen viele junge Menschen davon, Geld als Reiseblogger zu verdienen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, denn als erfolgreicher Reiseblogger hat man einen Traumjob: Man besucht die schönsten Orte der Welt, knipst tolle Bilder und schreibt darüber in seinem Blog.

Bevor man als digitaler Nomade jedoch durchstartet, sollte man bereits im Voraus einige Online-Jobs ausprobieren, um sich eine kleine Einkommensquelle aufzubauen – für den Fall, dass der Reiseblog mal nicht so läuft wie gewünscht. Dies hat den Vorteil, dass man unterwegs nicht von Null beginnen muss, sondern seine bereits begonnene Online-Tätigkeit weiter ausbauen kann. Wie jede Tätigkeit nimmt auch die des Online-Businesses nämlich meist einige Zeit in Anspruch, bevor man ein erstes Online-Einkommen verbuchen kann

Folgende Jobs könnte man bereits im Voraus in Angriff nehmen und ausprobieren: Journalist, Fotograf, Autor, Texter, Blogger, Dolmetscher, Künstler, Programmierer, Designer, Model, Analyst, Dozent, Tutor, Trader, Zeichner, Gamer, Accounting, Steuerberater und viele andere.

Viele digitale Nomaden sind oft talentierte Allrounder, die sich nicht nur auf eine Einkommensquelle konzentrieren, sondern gleich mehrere Quellen anzapfen, um ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Von wo aus gearbeitet wird, kann meist frei entschieden werden, solange Strom und Internet vorhanden sind.

Ortsunabhängiges arbeiten als digitaler Nomade

Als Blogger mit einem eigenen Blog durchstarten

Eine sehr beliebte Möglichkeit, sein Einkommen ortsunabhängig zu verdienen, ist die Möglichkeit, einen Blog zu starten. Je nach Themengebiet versucht der Blogger sich eine stabile Leserschaft aufzubauen. Einen Blog sollte man als eine längerfristige Aufgabe betrachten und nicht als schnelle Einkommensquelle ansehen.

Zudem gehen die Arbeiten bei vielen professionellen Bloggern über das einfache Texte verfassen weit hinaus. Viele verwalten ihre Blogs zu Beginn selbst, was oft ein technisches Verständnis benötigt, sie designen auch selbst ihre Grafiken, beantworten Kommentare, drehen Videos, schreiben parallel Artikel für Zeitungen, fliegen von einem Ort zum anderem, halten Vorträge, erfinden eigene Produkte, bieten Dienstleistungen an und und und….. Um es auf den Punkt zu bringen, wandeln sich viele erfolgreiche Blogger zu Unternehmern, die ein virtuelles Business aufbauen.

Wenn man durch einen Blog Einnahmen erzielen möchte, dann sollte man versuchen, seinen Blog zu einem erfolgreichen Vertriebskanal zu etablieren. Wenn man eine gute Leserschaft aufgebaut hat, dann sollte man frühzeitig über das Monetisieren des Blog nachdenken. Das Monetisieren eines Blogs ist wichtig, da dieser mit einer größeren Leserschaft auf der einen Seite höhere Kosten verursacht und man auf der anderen Seite herausfinden muss, für welche Einkommensquellen der Blog geeignet ist.

Hier sind einige Möglichkeiten aufgelistet, wie Blogger Geld durch ihren Blog verdienen können: Werbung, Affiliates, Sponsoring, Testing, Erfahrungsberichte, Empfehlungen, eBooks und eigene Produkten.

Tipp: Wenn du der Englischen Sprache mächtig bist, dann versuche einen Blog sowohl in Englisch als auch in Deutsch zu führen, um eine größere Leserschaft zu erreichen.

Wer als Blogger durchstarten möchte und sich weiter in der Literatur vertiefen möchte, der findet hier einige gute Bücher dazu:

Digitale Nomaden

Bloggst du schon

Erfolgreiche Blogtexte

Erfolgsfaktor Bloggen

Einkommen als online Dozent / Tutor aufbauen

Wenn man gerne anderen Leuten etwas beibringt, dann kann man auch als Dozent mit Online-Kursen Geld verdienen. Hierbei zeigt man anderen Menschen in einem Videokurs oder in einer Präsentation, wie man etwas macht. Die Videokurse lädt man einfach auf einer E-Learning-Plattform hoch und stellt es der breiten Bevölkerung zur Verfügung. Man kann es sich wie eine virtuelle Volkshochschule vorstellen.

Mit einer stetigen Erweiterung der eigenen Kurspakete und einem guten Marketing kann man es hier auf ein stattliches Einkommen bringen. Wenn jemand sich zum Beispiel einen Online-Kurs anschauen möchte, muss diese Person zum Freischalten eine Gebühr entrichten.

Wenn jemand zum Beispiel Lehrer ist, dann verstauben seine Unterlagen nicht in einer Schublade, sondern werden theoretisch der gesamten Welt 24/7 zur Verfügung gestellt. Somit kann anhand der Unterlagen und des Online-Kurses weltweit jeder von einem lernen.

Welche Online-Kurse du im Endeffekt anbietest, ist dir überlassen. Hier sind nur einige ausgewählte Kategorien, die man anbieten könnte: Sprache, Musik, Fotograph, IT, Sport, Yoga, Tanz, Heimwerken, Kochkurse und vieles mehr.

Hier geht es zu der wohl größten bekannten Plattform dieser Art, auf der sich mehr als 15 Millionen Teilnehmer tummeln und mittlerweile über 45 Tausende Kurse im Angebot sind: https://www.udemy.com

Tipp: Je einfacher man ein kompliziertes Thema den Leuten vermitteln kann, desto erfolgreicher wird ein Videokurs!

Als Freischaffender/ Freelancer an Projekten von überall aus arbeiten

Hierbei geht es oft darum, als Freischaffender für diverse kleine und große Projekte angeheuert zu werden. Der Schwerpunkt der Aufgaben liegt hier besonders im Online-Business.

Die Jobs, die man ausüben kann, sind sehr vielfältig. Wenn man gerne schreibt, dann versucht man es am besten als Texter. Wenn man gerne Sprachen übersetzt, dann versucht man es als Übersetzer (Dolmetscher). Wenn man gerne kreativ arbeitet, dann als Designer oder Photograph. Wenn man programmieren kann, dann versucht man es als Programmierer. Wie man sieht, gibt es eine Fülle von verschiedenen Jobs, die man als Freelancer erledigen kann. Um noch einige zu nennen: Analyst, SEO-Manager, SMM-Manager, Architekt, Zeichner, Marketing-Manager, Verwalter usw…

Die einzige Hürde besteht darin, passende Projekte zu finden, die den eigenen Fähigkeiten und den Verdienstvorstellungen entsprechen. Diese Hürde wird heutzutage immer kleiner, denn es gibt immer mehr und bessere Plattformen, die Freelancer und Projektanbieter in kürzester Zeit nicht nur miteinander verbinden, sondern auch die gesamte Abwicklung wie Bezahlung, Sicherheit usw. übernehmen.

Die meisten Plattformen dieser Art sind in englischer Sprache gehalten und die größere Anzahl der Projekte wird auch in englischer Sprache angeboten. Dennoch sollte man die Anzahl der deutschen Projekte nicht unterschätzen, denn der Vorteil als Deutschsprachiger auf diesen Plattformen aktiv zu werden, besteht darin, dass man vor der Konkurrenz aus Billiglohnländern geschützt ist. Deshalb sind Stundenlöhne von 25 bis 100$ keine Seltenheit.

Die wohl bekannteste und größte Plattform dieser Art ist Upwork , auf der man Projektangebote aus der ganzen Welt findet. Auf Upwork kann man sich bereits in wenigen Minuten um ein oder mehrere Projekte/Jobs bewerben und bekommt im Normalfall eine schnelle Antwort. Für Anfänger ist es eine super Gelegenheit, um in das Freelancer Leben ohne große Hürden reinzuschnuppern.

Weitere ähnliche Plattformen wären zudem fiverr.com, freelance.de, twago.de, gulp.de, projektwerk.com, jomondo.de, 4scotty.com und bloggerjobs.de, um die bekanntesten zu nennen.

Wenn du dich als Freischaffender ortsunabhängig machen willst, dann kannst du dich mit folgender Literatur weitergehend informieren:

Upwork

Fiverr Success

Selbstständig

Frei Berufler Atlas

Als Daytrader reisen und mit Börsengeschäften Geld verdienen

Eine weitere Alternative ortsunabhängig von überall aus zu arbeiten, stellt die Möglichkeit des Daytraders dar, der an der Börse verschiedene Wertpapiere, Rohstoffe und Währungen online handelt. Wenn man mit der Zeit den Dreh raus hat, dann kann man den Börsenhandel durch intelligente Systeme zum Teil automatisieren. Dies bedeutet, die Kauf/Verkauf-Entscheidungen werden nach einer Analyse im Voraus gesetzt und den Rest der Arbeit übernimmt dann das System. Klingt einfach, ist es aber nicht ;-).

Der Einstieg in den Börsenhandel ist heutzutage nicht schwer. Meistens bietet jede Bank den Wertpapierhandel und ein Handelskonto an. Bevor man echtes Kapital einsetzt, um an den Börsen zu handeln, kann man ein Demokonto eröffnen und seine Fähigkeiten erst einmal testen. Es wäre auch zu empfehlen, sich einige Kenntnisse zu den Märkten und der technischen Analyse anzueignen.

Zu Beginn sollte man  jedenfalls Lehrgeld mit einplanen, bis man ein Händchen dafür entwickelt hat, dauerhaft Profite zu generieren. Der Vorteil zu anderen ortsunabhängigen Jobs besteht darin, dass man sofort beginnen kann, wenn man das notwendige Anfangskapital (circa 5000 Euro) hat.

Wenn man ganz neu in der Materie ist, dann ist als Einstieg „Das große Buch der Marktechnik“ zu empfehlen (erstes Buch unten), welches in einfacher Romanform geschrieben ist und die jeweiligen Schritte leicht verständlich erklärt:

Das große Buch der Markttechnik

Dein Tradingplan

Daytrading für Einsteiger

Tipp: Versuche auch den Handel mit Cryptowährungen wie Bitcoins.

Durch vermieten von Unterkünften ortsunabhängig werden

Bei dieser Art Einkommen handelt es sich nur indirekt um einen reinen Online-Job. Dennoch habe ich es hier mit aufgenommen, da man die meisten Aufgaben, welche beim Vermieten anfallen, auch online erledigen kann, wenn es durchdacht organisiert wird.

Wenn du ein stolzer Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses bist, dann kannst du regelmäßige Einkünfte generieren, indem du dein Eigentum vermietest. Durch die eingenommene Miete kannst du dir so einen Teil deines ortsunabhängigem Lebens ermöglichen. Die einzige Aufgabe, die du dann hast, ist einen langfristigen Mieter zu finden bzw. deine Unterkunft als Ferienwohnung an Reisende zu vermieten.

Eine gute Möglichkeit seine Unterkunft auf Zeit zum Beispiel an Reisende zu vermieten, bietet die Plattform Airbnb. Dabei gehst du keine langfristigen Mietverträge ein, deine Unterkunft ist durch Airbnb versichert und du kannst dir deinen Gastmieter vorher durch Bewertungen anderer Vermieter selbst aussuchen. Das alles kannst du online organisieren und musst nicht vor Ort sein. Nur die Schlüsselübergabe und das Putzen der Wohnung sollte man einer Person anvertrauen, die vor Ort lebt und es für einen übernimmt.

Reales Beispiel: Ich persönlich habe Airbnb auf meinen Reisen schon oft genutzt. So hatte ich eine Unterkunft in Sydney bei einer Frau gebucht, die 150 Dollar pro Woche für den Aufenthalt verlangte. Die Frau hatte sich ein Haus auf Kredit gekauft und vermietete die Unterkunft an Reisende aus der ganzen Welt. Dadurch hatte sie nicht nur mehr Geld in der Tasche, um ihr Haus abzubezahlen, sondern es ermöglichte ihr auch öfters zu verreisen. Ihre Nachbarin managte die Schlüsselübergabe, das Putzen und was sonst noch so anfiel, sodass die Vermieterin selbst nicht vor Ort sein musste.

Wenn du dich mit dem Vermieten von Unterkünften ortsunabhängig machten möchtest, dann findest du hier weitere Literatur dazu:

Mit Airbnb Geld verdienen Airbnb Guide Vermögen mit Ferienwohnungen

Fazit zu den digitalen Jobs

Hier wurden nur einige Möglichkeiten aufgezählt, wie man als digitaler Nomade ein Online-Einkommen aufbauen kann. Die Anzahl der Jobs in der digitalen Welt steigen rasant und damit auch die Möglichkeiten, ortsunabhängig zu arbeiten.

Müssen zum Beispiel Steuerfachgehilfen, Berater, Anwälte, Analysten, Technische Zeichner, Architekten usw. tatsächlich  immer noch in einem Büro anwesend sein oder reicht es aus, wenn man sich ein- oder zweimal im Monat trifft? Wenn jemand einen Job hat, bei dem die Kommunikation, die Arbeitsunterlagen und eingereichte Resultate auch online erledigt werden können, dann sollte er sich überlegen, ob es nicht möglich wäre, seinen Arbeitsort unter die Palmen zu verlegen!

Um das zu erreichen, braucht es meist nur ein Umdenken und eine andere Ausrichtung der Arbeitsweise.

Analoge Nomaden – Als Wanderarbeiter reisen und arbeiten

Nicht jeder muss zwingend zum digitalen Nomaden werden, um sich ein ortsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, wie zum Beispiel als Transporteur, Monteur, Saisonarbeiter, Farmer, Koch, Reisebegleiter, Taucher, Assistent, Artist, Straßensänger, Straßenclown, Verkäufer, Händler und und von unterwegs aus Geld zu verdienen.

Wie bei den digitalen Nomaden gibt es für die analogen Nomaden ebenfalls genügend Möglichkeiten, ein Einkommen unterwegs zu erzielen. Das eventuell Schwierigere dabei ist, dass man körperlich aktiver sein muss, um einen Job zu finden und auszuüben.

Arbeiten als Saison-Wanderarbeiter für Geld

Eine weit verbreitete und bekannte Möglichkeit ist die des „Work & Travels“, die viele Reisende aus Australien, Neuseeland, Kanada und den USA kennen. Für diese Länder kann man ein bis zwei Jahre ein spezielles Arbeitsvisum bekommen, welches das Reisen und Arbeiten ermöglicht. In Europa gibt es natürlich ebenfalls Saisonjobs.

Als Saisonarbeiter trifft man häufig auf Studenten, Wanderarbeiter, Lokale Einwohner und natürlich fest eingestellte Mitarbeiter. Wenn man diese Art von Jobs machen möchte, dann sollte man unbedingt auf die Jahreszeiten achten und vorher in Erfahrung bringen, wann zum Beispiel welches Gemüse oder Obst geerntet wird. Hierzu kann man einfach die jeweiligen Gemüse- oder Obstbauern anrufen und sich informieren. In wärmeren Ländern hat man den Vorteil, dass oft Verschiedenes ganzjährig geerntet wird und man deshalb einfacher Jobs findet.

Saisonarbeit: Reisen und arbeiten unterwegs

Als Saisonarbeiter für einige Tage oder Wochen zu arbeiten, ist für einen Reisenden eine willkommene Abwechslung. Man verdient nicht nur etwas Geld, sondern lernt viel über Gemüse, Obst und Landwirtschaft kennen. Außerdem arbeitet man oft in Teams zusammen, in denen nach kurzer Zeit Freundschaften entstehen. Eins ist nach so einem Job gewiss, beim nächsten Einkauf kann man frisches vom schlechtem Obst und Gemüse besser unterscheiden ;-).

Tipp: Unter den Farmjobs gibt es immer wieder mal schwarze Schafe, die Arbeitskräfte ausnutzen. Deshalb ist es empfehlenswert, immer vorher alle Fragen bezüglich der Bezahlung zu klären sowie vorab auch andere Mitarbeiter zu befragen, ob der Lohn rechtzeitig überwiesen wird. Am sichersten ist eine Bezahlung direkt am Ende des Tages, nach getaner Arbeit.

Es müssen natürlich nicht immer Farmarbeiten sein, sondern es gibt auch andere Jobs, die man als Saisonarbeiter ausüben kann.

Reisen mit Transportaufträgen verbinden und Geld sparen

Eine zusätzliche Alternative, um seine Road Trips zu finanzieren, kann das Transportieren von Sachen und Tieren darstellen. Dabei überbringt man Sachgut bzw. Tiere für jemanden von A nach B, wenn man als Nomade sowieso auf einer bestimmten Strecke unterwegs ist. Dadurch wird das Benzin für den einen oder anderen Streckenabschnitt bezahlt.

Versand- und Transportangebote von privaten und gewerblichen Anbietern findet man hier: www.bringhand.de

Auf Zeit in der Gastronomie, Hotels und Hostels arbeiten

Wer einen schnellen Job braucht, der findet in der Gastronomie als Bedienung oder als Tellerwäscher immer Jobs, man muss nur einige Restaurants abklappern und sich für solche Jobs nicht zu schade sein. Vor allem in Touristen Hochburgen sieht man sehr häufig ausgehängte Schilder, die mit dem Hinweis versehen sind, dass Hilfskräfte in der Küche gesucht werden.

Man kann als Koch, Barkeeper, Cocktailmixer, Animateur oder als Bedingung eingestellt werden. Viele Reisende üben solche Jobs nur für einige Zeit aus bis sie entweder genügend Geld angespart haben oder einfach weiterziehen möchten.

Der reisende Warenhändler

Eine sehr interessante Einkommensmethode ist die des reisenden Händlers. Sein Geld verdient er damit, indem er Länder bereist und vor Ort nach Produkten sucht, die er in günstig einkaufen und in einem anderem Land teuerer wieder verkaufen kann. Die Differenz stellen seine Einkünfte dar. Hierbei sollte man ein gewiefter Händler sein, sich mit den Preisen der Ware auskennen, die logistische Abwicklung über Länder hinweg selbst organisieren können und die eine oder andere Sprache beherrschen.

Ein einfaches Beispiel: Man fliegt nach Kambodscha, findet dort in der Gegend von Angkor Wat einige gute Künstler und kauft sich 100 verschiedene Kunstobjekte wie Bilder und Skulpturen ein. Nach dem Transport und der Zollabwicklung verkauft man die eingekauften Sachen wieder in einem westlichen Land. Wenn man es schafft, im Voraus einen Käufer zu finden, umso besser.

Ein Vorteil eines reisenden Händlers besteht darin, dass man durch die Suche nach dem nächsten Produkt nicht nur viel herumkommt, sondern auch Kultur und Menschen kennenlernt.

Wie so etwas aussehen kann, stellt dieser Dokumentarfilm sehr gut dar.

So kannst du weltweit als freiwilliger Helfer arbeiten

Bis jetzt haben wir nur die Möglichkeiten erwähnt, wie man unterwegs arbeiten und Geld verdienen kann. Eine weitere Alternative, die zwar nicht ganz ortsunabhängig ist, aber dennoch in Betracht gezogen werden sollte, ist eine Tätigkeit als freier Helfer, da man dadurch ebenfalls häufig neue Länder und Orte bereisen kann. Ein weiterer Unterschied besteht als freier Helfer darin, dass man nicht gegen Entgelt, sondern gegen Verpflegung arbeitet.

Aushelfen als freiwilliger Matrose auf einer Yacht

Auf meinen Reisen habe ich zum Beispiel ein Pärchen kennengelernt, das es immer wieder schaffte als freiwillige Matrosen angeheuert zu werden. Dabei klapperten die beiden gezielt die Yachthäfen ab und fragten einfach nach Jobs auf den größeren Yachten. Manchmal gegen Geld und manchmal gegen Verpflegung. Wohin die Yacht segelte war ihnen größtenteils egal.

Den besten freiwilligen Job, den sie auf einer Yacht bis dahin hatten, war eine Reise über den Atlantischen Ozean. Dadurch konnten sie auch Zeit an den unterschiedlichsten Anlegestellen und den schönsten Buchten verbringen. Die Aufgaben auf der Yacht bestanden häufig darin, zu kochen, zu putzen, das Deck zu schrubben, handwerkliche Arbeiten und nach einiger Übung auch mal das Ruder zu übernehmen.

Diese Art von Jobs sind natürlich nur für die Abenteurer unter den Lesern gedacht.

WWOOFING: Weltweit arbeiten gegen Verpflegung

Eine weitere Art freiwillig gegen Verpflegung zu arbeiten ist das sogenannte WWOOFING, das ein weltweites Netzwerk von Bio-Bauernhöfen bildet. Durch dieses Netzwerk suchen Bauernhöfe häufig nach freiwilligen Mitarbeitern, die auf dem Hof gegen Verpflegung mithelfen.

Auf den Bauernhöfen arbeitet man vier bis sechs Stunden pro Tag und erhält dafür eine Unterkunft und Essen gestellt. Man wird sozusagen ein Teil der Familie und hilft kräftig mit. Die Aufgaben sind je nach Bauernhof sehr unterschiedlich. Man kann als Erntehelfer eingesetzt werden oder Kühe melken, Käse machen, den Stall putzen oder auch mal Zäune aufstellen.

Für so eine Tätigkeit sollte man mindestens eine Woche Arbeitszeit einplanen, da das Einlernen etwas Zeit braucht. Man kann natürlich auch länger bleiben. Die weltweiten Seiten zum WWOOF findet man hier: http://wwoofinternational.org/ und für Deutschland hier: https://www.wwoof.de

Eine tolle Erklärung, wie WWOOFING funktioniert, zeigt auch dieser Film:

Fazit zum ortsunabhängigen Arbeiten und Leben als Nomade

Wie man sehen kann, gibt es genügend Möglichkeiten, sein Leben ortsunabhängig auszurichten, sodass man über Monate oder Jahre hinweg reisen und gleichzeitig arbeiten kann. Nur der Weg, den man dabei geht, ist unterschiedlich. Ob man dabei als digitaler Nomade oder als analoger Nomade unterwegs ist, ist irrelevant, man kann auch beides sein. Der einzige tatsächliche Schlüssel zu einem erfolgreichen und ortsunabhängigen Leben bestimmt in den meisten Fällen der eigene Wille es zu tun!

Die oben erwähnten Beispiele sind nur einige von vielen und sollten einen Start für diejenigen ermöglichen, die so eine Lebensweise anstreben.

Zur weiteren Vertiefung in das Thema, wären diese Bücher hier zu empfehlen:

Analoge und Digitale Nomaden

Die 4-Stunden Woche Minimalismus

Wir freuen uns über eure Kommentare und Erfahrung zum Nomadenleben.

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1 Kommentar auf "Unterwegs Geld verdienen – so kannst du als Nomade von überall arbeiten und leben"

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Runa
Gast
Runa
2 Monate 1 Tag her

Was ein toller Artikel! Leider schießen Onlinecoatches wie Pilze aus dem Boden … und die Infos gibt`s nur gegen Bares – teilweise sogar Sachen, mit denen man nix anfangen kann. Hier habe ich endlich mal Antworten auf meine ragen bekommen. Lieben Dank! >3

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