Reisekamera: Die richtige Kamera für Reisen, Urlaub und Unterwegs

Der eine oder andere wird sich noch an Früher erinnern, als man an schönen Orten war und unbedingt ein Foto knipsen wollte, aber genau zu dem Zeitpunkt keine Reisekamera dabei hatte. Heute ist das dank Smartphone kein Problem mehr, denn ein Foto hat man dann immer sicher im Kasten. Es stellt sich nur die Frage, ob es gut ist?

Wir geben zu, dass wir ebenfalls mit einem Smartphone unterwegs knipsen, aber wir haben zusätzlich eine kleine Kompaktkamera dabei, die sehr handlich in jede Tasche passt und eine Spiegelreflexkamera, wenn es mal bewusst ums Bilder knipsen gehen soll. Je nach Situation kommt mal die eine oder die andere Kamera zum Zug.

Wir wollten mal wissen, wie andere es mit den Kameras unterwegs handhaben und fragten dazu Julian und Kathi, die vor kurzem durch Neuseeland als Hobbyfotografen unterwegs waren. Welche Kameras bei ihnen zum Einsatz kamen, könnt ihr direkt von Julian im dem unteren Gastbeitrag nachlesen.

Für eine Reise nach Neuseeland stellt sich früher oder später auch die Frage nach der richtigen Kamera

Neben dem Smartphone, das gute Fotos macht, kannst du mit einer Fotokamera mehr Komfort und Qualität erreichen. Selbst die besten Handykameras schwächeln beim Zoom (Vergrößerung) und der Sensorgröße.

Eine aktuelle Digitalkamera bietet Zoom, bessere Bildqualität und meist mehr Einstellungsmöglichkeiten für deine Fotos als das Handy. Hochwertigere Modelle bieten sogar die Möglichkeit, in Raw (Digitales Negativ) aufzunehmen. Die Möglichkeit in RAW aufzunehmen, bietet viel mehr Optionen bei der nachträglichen Optimierung der Fotos.

Mit Kompaktkameras tolle Fotos machen

Wir verwenden zwei kompakte Kameras, die wir für eine Reise mit gutem Gewissen empfehlen können. Spiegelreflexkameras und Systemkameras lassen wir aufgrund der Größe außen vor. Denn meist läuft das mit so einer Kamera darauf hinaus, dass du die Kamera nicht dabei oder im Rucksack hast, wenn du sie brauchst. Kannst du dir vorstellen, eine schwere Kamera auf einen Berg zu tragen, zusammen mit all deinem anderen Gepäck? Ein paar Mal habe ich genau das mit meiner Spiegelreflexkamera gemacht. Spaß macht es aber meistens nicht.

Sonnenuntergang mit Kamera fotografieren

Eine kompakte Kamera wird unterwegs häufiger eingesetzt als eine Spiegelreflex Kamera

Die erste Empfehlung für eine Kamera die ich aussprechen kann, ist die Sony RX100M3, die mich durch ganz Neuseeland begleitet hat. Obwohl ich meine Vollformat Spiegelreflex dabei hatte, habe ich ca. 60% meiner Fotos mit der kleinen Sony gemacht. Die RX100M3 bietet eine Brennweite von 24-70mm und eine geniale Lichtstärke von 1.8-2.8, damit kannst du auch den Sternenhimmel super gut fotografieren.

Nachthimmel und Sterne fotografieren

Der Autofokus ist schnell genug und die 20 Megapixel liefern genug Details für schöne Landschaftsaufnahmen. Wenn das Wetter gut ist und die Sonne hell scheint, kannst du den eingebauten Sucher ausklappen und hast keine Probleme, wenn du auf dem Display nichts mehr erkennen kannst.

Neuseeland ein Paradies für Fotografen

Das Display selber lässt sich in den Selfie Modus klappen, so kannst du auch schöne Selbstportraits in guter Qualität machen. Auch für bodennahe Aufnahmen kannst du den Monitor klappen. Dies ermöglicht schöne Fotos aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu machen, ohne dass du dich in den Matsch legen musst.

Eine andere Reisekamera, die ich empfehlen kann, ist die Panasonic TZ101. Diese unterscheidet sich von der Sony im Zoombereich und der Lichtstärke. Durch den Brennweitenbereich von 25-250mm kannst du einfacher Dinge vergrößern. Leider muss im Gegenzug die maximale Lichtmenge auf 2.8 – 5.9 begrenzt werden.

Dies spielt bei Tage aber keine Rolle. Bei Nacht muss dafür früher als bei der Sony mit Stativ gearbeitet werden. Die Auflösung der Panasonic ist mit ebenfalls 20 Megapixeln identisch mit der Sony. Für helle Tage gibt es bei dieser Kamera ebenfalls einen Sucher. Im Gegenzug verzichtest du aber auf das Klappdisplay. Hier musst du abwägen, ob der größere Zoom oder die höhere Lichtstärke für dich wichtiger sind. Hervorzuheben bleibt noch die Videofunktion, hier kannst du sogar Ultra HD (4K) Videos aufzeichnen – eine entsprechend schnelle und große Speicherkarte vorausgesetzt.

Kompaktkameras lassen sich unterwegs einfacher transportieren

Hochwertige Kompaktkameras sind ideal am Rucksack oder am Gürtel zu verstauen. Selbst in eine kleine Damenhandtasche passen sie problemlos rein. Deswegen hat unsere Erfahrung auf der Reise durch Neuseeland gezeigt, dass eine kleine Kompaktkamera deutlich mehr gute Fotos bringt als eine Spiegelreflex, die man zu wenig nutzt.

Ein kleines leichtes Stativ erleichtert Reisen und Fotografieren unterwegs

Ebenfalls sinnvoll für gute Fotos ist ein kleines und leichtes Stativ. Damit kannst du dann auch großartige Fotos vom Sternenhimmel oder den Südlichtern machen. Diese treten selten auf, sind aber nur mit Stativ zu fotografieren. Beim Stativ gibt es Ministative oder leichte Carbon Stative. Was du wählen solltest, hängt davon ab, wie oft du vor hast, bei schlechten Lichtbedingungen zu fotografieren. Weißt du, dass es häufig vorkommt, nimmst du bitte das Carbon Stativ. Wird es eher sporadisch genutzt, reicht meist das Ministativ.

Das Carbon Stativ das auf unsere Reise mitgekommen ist, war das Rollei Compact Traveller No 1. Entschieden haben wir uns für das Stativ aufgrund des geringen Gewichts (980g inkl. Stativkopf) und der guten Leistung. Selbst meine Vollformatkamera (Gewicht ca. 2kg mit Objektiv) kann vom Stativ getragen werden. Eine gute Entscheidung, die viele großartige Fotos ermöglicht hat. Angenehm ist ebenfalls das Packmaß von 33 cm. Selbst mit wenig Platz im Rucksack, war das Stativ nie störend auf der Reise.

Zur Sicherheit und für absolut minimales Gepäck hatten wir zusätzlich noch ein Ministativ dabei. Diese Ministative sind super klein und ermöglichen vorrangig einen stabilen Stand. Eine bestimmte Höhe oder einen komfortablen Stativkopf sucht man hier allerdings vergeblich. Dafür sind Gewicht und Größe am absoluten Minimum gehalten, sodass dieses Stativ problemlos auch bei einer Wanderung dabei sein kann. Schon sehr lange am Markt sind hier die Produkte von Joby.

Wir haben für uns beschlossen, dass nur die Kompaktkamera auf das Ministativ passen muss, dementsprechend konnten wir das Ministativ günstiger und leichter wählen. Am Ende ist es ein Joby Hybrid Gorillapod geworden. Hier kann die Kamera im Quer- und Hochformat genutzt werden. Die Beine sind variabel verstellbar um unebenen Untergrund auszugleichen. Auch auf Zäunen oder anderen runden Stangen kann man die Beine nutzen um die Kamera festzuklammern.

Fazit zum Reisen und Fotografieren

Da unser ursprüngliches Ziel in Neuseeland war, möglichst viele schöne Fotos zu machen, hatten wir eine große Ausrüstung zum Fotografieren mit. Im Vorfeld der Reise hatten wir deshalb relativ viele Stative ausprobiert. Die meisten sind aber zu schwer oder unhandlich gewesen. Bei den Ministativen wiederum waren viele zu klein, um meine Kameraausrüstung komplett zu handhaben.

Also hatte ich am Ende zwei Stative dabei. Das war im Nachhinein aber keine Entscheidung, die ich nochmal treffen würde. Mit weniger Gepäck reist es sich einfach leichter. Entscheide dich also idealerweise für eine von beiden Stativlösungen und spare Gewicht.

Reisen und fotografieren

Unsere Erfahrung zum Fotografieren sind ähnlich

Erst einmal danken wir Julian and Kathi für ihren tollen Gastbeitrag, die geteilte Erfahrung und die tollen Fotos, die sie unterwegs geknipst haben. Wer mehr über ihre Reisen erfahren möchte, der schaut am besten mal auf ihrem eigenen Blog vorbei: projekt-neuseeland

Wir können die Erfahrungen, die Julian beschreibt, bestätigen. Es ist wichtig, die richtige Fotoausrüstung beim Reisen dabei zu haben und im Voraus zu entscheiden, welche Kamera für eine bestimmte Reise/Tour geeignet ist.

Nur zu oft hatten wir ebenfalls eine Spiegelreflexkamera dabei samt großem Stativ, welches wir stundenlang auf irgendeinen Berg geschleppt haben, um dann doch nur einige Bilder zu machen. Die Kamera war zwar immer bereit, nur wird der Hals nach einer Zeit ganz schön steif und irgendwann packt man die Kamera in den Rucksack und genau dann passiert es, dass man es nicht schafft, bei tollen Situationen die Kamera schnell genug rauszuholen :-). Deshalb ist häufig eine einfach Kompaktkamera als Alternative sogar besser beim Reisen.

Hier findet ihr die erwähnten Kompaktkameras, die sich als gut herausgestellt haben.

Sony Digitalkamera Panasonic Lumix Reisestativ Tripod Joby Hybrid
*Weitere Informationen über die Produkte erhält man durch einen Klick direkt bei Amazon.

Frage: Uns würden eure Erlebnisse bezüglich des Fotografierens beim Reisen interessieren. Erzählt doch mal, welche Kameras bei euch zum Einsatz kommen!

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