Amed ist ein Paradies auf Bali: Korallen, Fische, Vulkane und Reisfelder

Die Insel Bali und das kleine Fischerdorf Amed hatten viel mehr zu bieten als wir uns je erträumt hätten. Von Amed hatten wir vorher noch nie etwas gehört. Wir erfuhren von diesem Fischerdörfchen erst, als wir bereits auf Bali waren.

Die Vorgeschichte unserer Reise begann im australischen Darwin. Da wir gezwungenermaßen Australien verlassen mussten, weil unser Visa nach drei Monaten auslief, bot es sich an, nach Bali zu fliegen. Schließlich ist das die nächst gelegene Insel.

Insgesamt verbrachten wir zwei Monate auf Bali. Davon waren wir die ersten drei Wochen in Canggu. Dieser Ort gefiel uns persönlich allerdings nicht ganz so, weshalb wir schon bald unseren Aufenthalt von Canggu nach Ubud verlegten. Dieser zum Teil vom Dschungel und Reisfeldern umgebene Ort begeisterte uns viel mehr als Canggu. Ubud sprudelte nur so von spiritueller Energie und dem künstlerischem Treiben der Einheimischen.

Die restlichen drei Wochen wollten wir jedoch an einem Ort verbringen, an dem die Zeit stehen geblieben war. Dafür suchten wir uns die Gegend um Amed aus, die nur aus einigen Fischerdörfern bestand. Dort sollte es schöne Strände, klares Wasser und Glückliche Menschen geben. Das war für uns Grund genug dahin zu gehen.

Sonnenuntergang in Amed

Die Gegend um Amed ist hauptsächlich für die tolle Unterwasserwelt bekannt, die bei Tauchern und Schnorchelfans die Herzen höher schlagen lässt. Aber auch die umliegende Landschaft beeindruckte uns sehr. Vor allem der wunderschöne Ausblick auf den Vulkan Agung war besonders. Aber auch die kaum von den Touristen erschlossenen Reisfelder, die sich in den Tälern befanden, waren super anzuschauen.

Amed hatte überraschend gute Unterkünfte

Wir buchten uns online eine einfache und schlichte Unterkunft. Natürlich sind wir immer etwas skeptisch, wenn wir in eine neue Unterkunft einziehen. Wir fragen uns vorher immer, ob die eine Klimaanlage haben, ob das Internet funktioniert, ob das Zimmer sauber ist, ob die Toiletten okay sind oder ob die Gastgeber nett sind und uns nicht übers Ohr hauen. Aber in diesem Fall hatten wir Glück und fast alles war richtig gut. Es hatte uns so sehr gefallen, dass wir uns bereits nach drei Tagen entschieden, unsere restliche Zeit in Amed, in dieser Unterkunft zu verbringen.

Unterkünfte in Amed

Wir hatten eine super Aussicht von unserem Balkon aus auf den Vulkanberg Mount Agung. Dieser spuckte ab und zu sogar Asche. Zudem hatten wir eine tolle Aussicht auf den Indischen Ozean und das tägliche Treiben der Fischer. Vom Balkon aus gab es wirklich immer etwas zu beobachten. So spielten abends immer mal wieder Kinder Fußball am Strand oder ließen selbstgebaute Drachen aufsteigen. Es herrschte Leben von morgens bis abends.

Das Treiben in Amed auf Balii

Auch das Frühstück, das im Preis inklusive war, war gar nicht so schlecht. Es bestand aus einem Pfannkuchen mit Bananen, dazu gab es Kaffee oder Fruchtsaft und frisch geschnittene Früchte in einer Schale. Abends, kurz vor Sonnenuntergang, bereiteten wir uns einen frischen Tee und einen selbst gemachten Obstsalat zu. Meistens machten wir das, wenn wir mal zu Hause essen und die freie Sicht auf den Ozean und den Vulkanberg dabei bestaunen wollten.

Leckerer frischer tropischer Obstsalat

Die Hähne bestimmen den Tages- und Nachtrhythmus im Dorf

Der Morgen begann jedenfalls immer mit dem Krähen eines Hahnes oder besser gesagt mit dem Krähen mehrerer Hähne. An dieses frühe Krähen konnten wir uns in dieser Zeit nicht richtig gewöhnen. Die vielen Hähne, die nicht nur jeden Morgen, sondern im Grunde den ganzen Tag und sogar manchmal die ganze Nacht ihrem Krähen freien Lauf ließen, waren manchmal einfach einen Ticken zu laut für uns.

Typischer Hahn in Amed auf Bali

Ich persönlich wuchs ja mit Tieren auf und bin eigentlich nicht sehr sensibel, was das Krähen eines Hahnes angeht, aber hier lernte ich noch eine andere Art Hähne kennen. Der Tag- und Nachtrhythmus wurde hier wirklich von den Hähnen und dem Sonnenaufgang und -untergang bestimmt. Den Einheimischen machte es offensichtlich nichts aus, die waren es gewöhnt, aber für Nicht-Einheimische war es doch eher ein Stressbelastungstest.

Das Gekrähe der Hähne wurde davon begünstigt, dass die Einheimischen die Hähne in Käfigen hielten und sie entlang der Straße aufstellten. Die armen Vögel hatten darin kaum Platz. Selbst ich würde wahrscheinlich den ganzen Tag krähen, wenn ich bei der Hitze in so einem Käfig hocken müsste.

Hahn im Käfig auf Amed in Bali

Bali und sein unruhiger Vulkan Mount Agung

Besonders aufregend fanden wir die Aktivitäten des Vulkans. Alle paar Tage spuckte er Asche in die Luft. Mal mehr, mal weniger. Nach einigen Tagen achtete man gar nicht mehr drauf, was der Agung, also der Vulkanberg machte. Irgendwie entstand mit der Zeit eine Art Beziehung zu dem Berg. Man sprach über ihn, als ob es sich um eine Person handeln würde und wenn er Asche spuckte, dann erklärte man sich das damit, dass er eben schlechte Laune hätte.

Erstmals verstanden wir auch, warum viele Kulturen Vulkanberge für Götter hielten oder immer noch halten. Denn man hat viel Ehrfurcht und Respekt vor so einem Vulkan. Das ist bei der Größe auch kein Wunder. Wenn man in direkter Nähe zu diesem lebt, kann der Vulkanberg daher großen Einfluss auf das Leben der Menschen haben.

Aussicht auf den Vulkan Agung in Amed auf Bali

Das letzte Mal, dass der Vulkan ausgebrochen ist, liegt schon Jahrzehnte zurück. Damals gab es viele Tote, die vom plötzlichen Ausbruch überrascht wurden. Heute gibt es ein viel besseres Alarmsystem, das die Einheimischen in der Umgebung frühzeitig warnt. Dieses Alarmsystem war vor allem in letzter Zeit nötig, denn der Berg ist anscheinend erwacht und spuckt manchmal so viel Asche, dass der gesamte Flugverkehr Balis eingestellt werden muss. Wir persönlich hatten ebenfalls Glück, als wir Bali verließen. Denn nur einige Stunden später spuckte der Vulkan so viel Asche aus, dass alle Flüge vorübergehend storniert wurden.

Dennoch sollte der Vulkan die Touristen nicht davon abhalten, Bali zu besuchen. Im Gegenteil, es kann ein tolles Schauspiel werden, wenn man im sicheren Abstand zum Vulkan eine Unterkunft sucht. Amed ist dafür ein perfekter Ort. Es liegt circa 20 Kilometer vom Vulkan und somit weit genug von der Gefahrenzone entfernt.

Die Einheimischen in Amed auf Bali

Eine Sache muss man unbedingt wissen, bevor man Bali besucht. Die Einheimischen dort lächeln immer und sie betrachten die Touristen als wohlhabend und versuchen diesen täglich irgendetwas anzudrehen. Sehr häufig fängt die Masche mit folgenden Fragen an: How are you? Where are you from? Where do you stay? Do you maybe like to buy something? I can make good price for you! Die Reihenfolge ist dabei fast immer dieselbe.

Nach der letzten Frage wird dann der Zweck der Unterhaltung sehr schnell offensichtlich, die Person wird versuchen, dir eine Taxifahrt, einen Tauchgang oder sonst irgendetwas anzudrehen. Wir wurden hunderte Male angesprochen. Immer mit den selben Standardfloskeln. Manchmal ließen wir uns einfach aus Spaß darauf ein und manchmal winkten wir auch genervt ab.

Verkäufer in Amed am Strand in Bali

Dieses Verhalten wird übrigens bereits den Kindern beigebracht. Auf Kinder, die etwas verkaufen, trafen wir persönlich vor allem am Strand. Nicht selten hatten sie einen Zettel, auf dem in Handschrift der Eltern geschrieben stand, dass sie die Einnahmen benötigen, um die Schulkosten zu bezahlen. Damit öffnet man natürlich nicht nur das Herz der Touristen, sondern auch den Geldbeutel. Allerdings sollte man den Aufschriften, die einem die Kinder entgegenhalten, nicht geradewegs glauben. Die Schulen auf Bali sind kostenlos. Bücher, Schuluniformen und sonstige Dinge müssen hingegen von den Eltern gekauft werden. Ob das Geld, das die Kinder durch die Verkäufe der Armbänder einnehmen, allerdings tatsächlich in Schulsachen investiert wird, ist fraglich :-).

Dennoch sollte man den Kindern eine Freude machen und ihnen eventuell einige Armbänder abkaufen. Sie haben ihren Spaß am Handeln und für einem selbst ist es ein tolles kleines Souvenir und eine bleibende Erinnerung! Zu Beginn des Handelns versuchen die Kleinen meistens ein Armband für 50 000 IDR zu verkaufen. Wenn man gut handelt, bekommt man jedoch auch schon eins für 5000 IDR. Wir bezahlten meist 10 000 IDR pro Stück und kauften gleich mehrere ab.

Kinder verkaufen Armbänder am Strand

Der Unterschied zu anderen Ländern ist bei den Verkäufern auf Bali der, dass die Menschen freundlich blieben, immer lächelten und auch wenn sie einem nichts verkaufen konnten, dennoch oft das Gespräch weiter führten. So erfuhren wir viel über die Menschen, über deren Art zu leben, über die Arbeitszeiten und deren Denken.

Die Einheimischen bekommt man in Amed vor allem abends zu Gesicht. Dann kommen viele Familien zum Strand, um mit den Kindern zu spielen, Fische zu angeln oder einfach den entlang zu spazieren.

Kinder spazieren in Amed am Strand

Viele Einheimische grüßten einander, aber auch Touristen, die einen Gruß signalisieren, werden gegrüßt. Das fühlt sich gut an. Wie gesagt, Freundlichkeit ist das Zauberwort auf Bali!

Familienvater spielt mit Kinder in Amed am Strand

Was uns noch auffiel, ist, dass die Digitalisierung dieses verschlafene Fischerdorf voll erwischt hat. Wie mittlerweile überall auf der Welt, hat das Smartphone auch Bali fest im Griff. Es kommt einem vor, als würden die Menschen jede frei Minute in das Handy gucken. Egal an welchem Ort wir bis jetzt waren, ob am Strand, in den Geschäften oder sogar beim Roller fahren, sahen wir, wie die Zeit dazu genutzt wird, um ins Smartphone zu tippen, sich YouTube anzuschauen oder mit Freunden zu chatten.

Das Smartphone ist überall präsent

Die Menschen in den Gästehäusern

Wir persönlich würden jedem empfehlen, sich auf Bali ein Gästehaus als Unterkunft zu suchen. Diese Unterkunftsart hat den großen Vorteil, dass es weniger Zimmer gibt, sich folglich weniger Touristen einnisten und alles sehr schnell familiär wird. Nicht selten werden die Gästehäuser auch direkt von den Familienmitgliedern auf Trab gehalten und diese haben natürlich ein großes Interesse daran, dass die Gäste sich wohlfühlen.

In unserem letzten Gästehaus war eine junge Familie für alles verantwortlich. Die Frau namens „Wayan“ kam jeden Morgen und putzte unsere und die anderen Zimmer. Insgesamt waren es nur vier Zimmer. Anschließend servierte sie uns das Frühstück und beantwortete uns all unsere Fragen. Wenn wir irgendwelche Informationen zur Umgebung brauchten, bekamen wir diese ebenfalls von Wayan.

Wenn sie mit ihrer Arbeit fertig war, suchte sie sich einfach eine ruhige Ecke und ruhte sich auf dem Boden aus. Das Ausruhen auf dem Boden ist auf Bali in der Mittagszeit ziemlich normal. Manchmal bereitete sie mittags auch irgendwelche Hakenvorrichtungen für die Fischer vor oder führte die üblichen Zeremonien zur Erhaltung der positiven Energie durch. Ihr Mann half ihr oft, vor allem mit der Pflege der Gartenanlage. Besonders prägend fand ich, dass die Menschen in Amed den Rasen größtenteils mit einer einfachen Schere schnitten. Da würden die Gärtner in Deutschland auf die Barrikade gehen. Wir freundeten uns mit der junge Familie an und lernten auch ihre kleine zweijährige Tochter kennen. Sie hatte den lustigen Namen „Bunga“, was übersetzt so viel bedeutet wie Blume.

Die Kleinbauern in Amed und Umgebung

Neben den Fischern gab es auch andere Kleinbauern, die ihren Lebensunterhalt mit anderen Dingen verdienten. So konnten wir sehr oft einen Bauer von unserem Balkon aus beobachten, der Morgen für Morgen mit dem Aufbau verschiedener Vorrichtungen beschäftigt war. Mal, um irgendwelche Hülsenfrüchte zu trocknen, mal, um Salz aus dem Salzwasser zu gewinnen.

Meist begann der Bauer früh morgens und arbeitete bis vormittags durch. Dann machte er einige Stunden Pause und setzte seine Arbeit abends in den kühleren Stunden wieder fort. Uns beeindruckte die Geduld, mit der er seine Arbeit verrichtete.

Bauen in Amed auf Bali

Besonders amüsant fanden wir das Treiben der Bauerskinder. Sie mussten immer mithelfen, hatten dabei aber auch einen Heidenspaß. So tollten die Kinder nicht selten in den Salzwasserpfützen herum, anstatt mit dem Rechen die Erde ordentlich zu verteilen. Das ging immer so lange gut, bis die Eltern Ärger machten. Dann gingen sie kurz ihrer eigentlichen Aufgabe nach, um wieder herumzutollen, sobald die Eltern wegschauten.

Kinder spielen in Pfützen in Amed auf Bali

Die Fischer prägen das Bild von Amed

Was man in Amed nicht verpassen sollte, sind die vielen Fischer, die morgens mit frischem Fisch von ihren Bootsausflügen zurückkehren. Sie liefen fast jeden Morgen um circa fünf Uhr mit den Booten aus und kamen zwischen 8 und 9 Uhr morgens wieder zurück. Je nach Fangglück hatten sie viel oder wenig Fisch dabei. Oft handelte es sich bei dem Fisch um Makrelen, mit einer Größe von circa 20 bis 30 Zentimetern.

Frische Makrelen in Amed auf Bali

Bevor die Fischer das Ufer erreichten, standen bereits die ersten Käufer am Strand und warteten auf den frischen Fisch, um diesen weiter auf den Märkten zu verkaufen oder in Restaurants mittags den Gästen zu servieren. Pro Makrele bezahlte ein Einheimischer nicht mehr als 5000 IDR. Oft kauften Familien durchaus auch mal vier Fische für 20 000 IDR direkt von den Fischern ab.

Als Tourist kann man natürlich auch Fische abkaufen, jedoch werden die Einheimischen den Touristen den Fisch teurer verkaufen. So fragte ich nach, was mich ein Fisch kosten würde und der Fischer wollte mir den Fisch nicht unter 20 000 IDR pro Stück verkaufen. Ich hätte also das Vierfache von dem bezahlen müssen, was ein Einheimischer bezahlt.

Die Fischer von Amed

Den Touristen würde ich raten, den frischen Fisch in einem der Warungs zu probieren. Dieser wird nach der traditionellen Art zubereitet und schmeckt wunderbar. Neben den Makrelen haben die Fischer auch Fische wie Goldmakrelen, Barrakudas und Thunfisch im Angebot.

Die Reisfelder und Bauern um Amed

Direkt in Amed gibt es keine Reisbauern, aber wenn man circa fünf Kilometer weiterfährt, dann findet man sowohl in den Tälern als auch entlang der Straße immer mal wieder wunderschöne grüne Reisfelder.

Reisfelder in der Umgebung von Amed

Die umliegende Gegend kann man am besten mit einem Roller erkunden. Dazu startet man am besten mehrere kleine Roadtrips. Dort herrscht auch kaum Verkehr, so dass man ruhig nach links und rechts beim Fahren schauen kann. Direkt in unmittelbarer Nähe gibt es ein wunderschönes Tal, dass mit grünen Reisfeldern gespickt ist und indem es insgesamt sehr bäuerlich zugeht.

Grüne Reisfelder auf Bali in Amed

Es gibt auch kaum Touristen hier. Die Zeit blieb hier anscheinend einfach stehen und die Natur bestimmt den Lauf des Lebens. Eine tolle Aussicht bekommt man auf das Tal, wenn man den Berg hochfährt. Dazu sollte man unbedingt einen guten Roller haben, der etwas mehr PS hat. Denn wenn man zu zweit unterwegs ist, kann es schon mal vorkommen, dass so ein Roller den Geist aufgibt, wenn der Berg zu steil wird.

Reisfelder von Bergen umgeben

Das Tal findet man sehr einfach, indem man der Straße „Jalan Bunutan Bangle“ folgt. Am besten macht man die Tour in den Morgenstunden, da es zu der Zeit noch schön kühl ist.

Frisches Obst und Gemüse in Amed oder auf umliegenden Märkten kaufen

Auf Bali gehört frisches Obst zum Programm. An fast jeder Ecke bekommt man Obst zu kaufen, so auch in Amed. In Zentrum von Amed gibt es den einen oder anderen Obstverkäufer, der, als wir da waren, jedoch nur ein begrenztes Angebot an Obst hatte oder es überteuert weiterverkaufte.

Obststand in Amed auf Bali

Wir holten unser Obst daher immer in einem kleineren Geschäft circa 3 Kilometer von Amed entfernt auf der linken Seite. Dort gab es eine gute Auswahl und die Verkäuferin gab uns das Obst auch zu einem fairen Preis.

Wer lieber direkt etwas vom Markt haben möchte, der kann im nächsten Ort bei Celuc ebenfalls Obst und Gemüse einkaufen. Das typische Obstangebot besteht aus Bananen, Mangos, Ananas, Drachenfrüchten, Wassermelonen, Honigmelonen, Passionsfrüchten, Schlangenfrüchten, Kokosnüssen und der beliebten Balifrucht, die die Fachbezeichnung „Mangostane“ trägt.

Früchte auf dem Markt von Culic bei Amed

Neben Obst bekommt man natürlich auch Reis, Mais und sonstige Hülsenfrüchte angeboten. Eier, Palmblätter und frisches Mehl bekommt man dort ebenfalls zu kaufen. Wer selbst kochen möchte, findet dort also genug Grundnahrungsmittel.

Obst und Gewürzmarkt in Culic bei Amed

Uns fiel auf, dass die Bauern hier echte Knoblauch- und Zwiebelfans waren. Das merkte man auch am Geschmack der Gerichte, wenn man sich etwas zu Essen in den Warungs bestellt. Oft bekommt man den frischen Fisch mit viel Knoblauch in Buttersauce serviert. Wie man auf dem Bild erkennen kann, gibt es neben frischen Zwiebeln und Bohnen zudem getrockneten kleinen Fisch.

Hülsenfrüchte in Culic auf dem Markt bei Amed

Alles in allem sollte man von den Märkten in Celuk allerdings nicht zu viel erwarten. Es sind keine großen Märkte. Das überschaubare Angebot kommt dafür aber von den Bauern aus der Umgebung. Nach Souvenirs oder sonstigen Kunstwerken wie zum Beispiel in Ubud braucht man hier nicht zu suchen.

Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen in Amed

Das Erste, was einem in Amed auffällt, sind die vielen kleinen Tauch- und Schnorchelgeschäfte, die es in Amed fast an jeder Ecke gibt. Kein Wunder, denn in Amed gibt es viele wundervolle Schnorchelgebiete, die man erforschen kann. Wir selbst waren nicht mit der Flasche tauchen. Eine einfache Schnorchelausrüstung reichte uns vollkommen aus. In der Zeit, in der wir dort waren, tauchten wir an mehreren Stränden. Manche hatten mehr, manche weniger intakte Korallen.

Amed Beach: Der Amed Beach liegt im Zentrum von Amed und eignet sich toll, um einfach herum zu schwimmen. Allerdings sieht man dort nur sehr wenige Korallen und der Strand ist sehr steinig.

Pantei Jemuluk: Der Pantai Jemeluk liegt circa drei Kilometer vom Zentrum entfernt und bietet die ersten schönen Korallen, die man direkt vom Strand aus locker erreichen kann. Hier sollte man sich jedoch auf einige Plastiktüten im Wasser gefasst machen.

Lipa Beach: Hier gibt es ebenfalls schöne Korallen, die man ebenfalls direkt vom Ufer aus erreichen kann.

Japanisches Schiffswrack: Beim Japanischen Schiffswrack gibt es unserer Meinung nach die schönsten Korallen, die ebenfalls mit einer einfachen Schnorchelausrüstung bestaunt werden können.

Japanisches Schiffswrack in Amed auf Bali

Das schönste Schnorchelgebiet war unserer Meinung nach das versunkene Japanische Schiff aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Schiff liegt direkt am Strand und man kann es sehr leicht erreichen. Auch wenn man kein guter Schwimmer ist, sollte es bei guter See sehr gut gehen. Bereits wenige Meter vom Strand entfernt beginnen die ersten wunderschönen Korallen und circa hundert Meter weiter liegt das Schiff auf dem Grund, an dem sich tausende Korallen und Fische eine neu Heimat gefunden haben. Um das Schiff herum gibt es gewaltige Korallen, die man sich unbedingt anschauen sollte, wenn man ein einigermaßen fitter Schwimmer ist. Die Unterwasserwelt ist atemberaubend, vergleichbar mit einigen Tauchspots am Great Barrier Reef in Australien.

Ausflüge von Amed aus in die Umgebung und zu den Tempeln

Von Amed aus kann man super Ausflüge planen. Das meiste kann man mit einem Roller erreichen und locker in Eigenregie durchführen. Wir würden die Tour um den Berg empfehlen, der direkt an Amed anliegt. Den Namen vom Berg konnten wir leider nicht herausfinden. Jedenfalls ist die Tour circa 60 Kilometer lang und dauert mit dem Roller um die 4-5 Stunden. Man kommt nicht nur an wunderschönen Landschaften und Aussichstpunkten vorbei, sondern auch an berühmten Tempeln.

Bevor ihr die Tour startet, schaut, dass euer Roller funktionsfähig ist, ihr genügend Wasser dabei habt, unbedingt eure Helme anzieht und eure Sarongs nicht vergesst, denn diese werdet ihr für die Tempel brauchen.

Hindutempel: Pura Lempuyang Luhur und das Tor zur Welt

Der erste Anlaufpunkt sollte der Hindutempel „Pura Lempuyang Luhur“ sein. Diesen erreicht man ziemlich schnell mit dem Roller. Kurz vor dem Tempel geht es ziemlich steil aufwärts und so mancher Roller packt den Anstieg nicht, wenn man zu zweit drauf hockt. Also entweder müsst ihr euch einen stärkeren Roller mieten oder eine Person muss absteigen und die restliche Strecke zu Fuß laufen. Oben angekommen, kann man seinen Roller direkt vor dem Tempel parken. Beim Eintritt zum Tempel sollte man nicht mehr als 10.000 bis 20.000 IDR spenden, da das Ganze dort mittlerweile zu einem Theater ausgeufert ist, um die Touristen leicht um ihr Geld zu bringen. Eine Spende wird erwartet!

Tempel in Bali mit Aussicht auf den Vulkanberg Agung

Vorsicht ist bei den Stufen geboten. Vor allem wenn das Klima feucht ist, rutscht man unglaublich schnell ab und kann sich schwer verletzen. Also immer gute Schuhe anziehen und nicht mit Flipflops hochgehen. Ich machte die schmerzhafte Erfahrung und glitt einige Treppenstufen herunter. Es war so glatt, dass ich mich kaum irgendwo festhalten konnte.

Tempel in Bali mit Aussicht auf den Vulkanberg

Wer ein Bild an dem berühmten Tor machen möchte, der sollte sich auf eine längere Touristenschlange gefasst machen. Im Minutentakt werden am Tor Bilder geknipst, besonders bei Chinesischen Touristen sollte man Geduld bewahren :-). Wir hatten leider das Pech, dass uns eine Wolke die Aussicht auf den Vulkan Agung verdeckte. Achtet daher auf gutes Wetter, bevor ihr den Tempel besucht!

Der Markt in Amlapura auf Bali

Der nächste Anfartspunkt auf der Strecke war der Markt in Amlapura. Diesen kann man nicht verfehlen, wenn man entlang der Route fährt. Jedenfalls ist ein Stopp für 30 Minuten oder auch länger zu empfehlen. Es ist ein großes Marktgebäude und dort wird alles Mögliche an Früchten, Gemüse und Kleidung angeboten. Sehr schnell wird man hier bemerken, dass dieser Markt sich von dem Markt in Ubud unterscheidet, da man kaum Sachen findet, die für Touristen gedacht sind, sondern alles auf die Einheimischen ausgerichtet ist.

Markt in Amlapure auf Bali

Der Komplex besteht aus zwei Etagen. In der unteren Etage werden Nahrungsmittel verkauft und in der oberen Etage fast nur Kleidung, Taschen und Schmuck. Wer dahin möchte, dem würden wir empfehlen, mindestens zu zweit dahin zu gehen,

Der Wasserpalast Taman Soekasada Ujung Water Palace

Einen Stopp sollte man auch beim Wasserpalast einplanen. Der Eintritt kostet 50 000 IDR pro Person für den ganzen Tag. Jedoch reicht eine Stunde circa aus, dann hat man den Wasserpalast durch, wenn man nicht gerade dort ein Picknick aufschlagen möchte.

Wasserpalast Taman auf Bali

Einige Aussichtspunkte sind sehr schön, da man neben dem Wasserpalast noch den Ozean im Hintergrund sehen kann. Wer möchte, kann auch ein Tretboot mieten und in dem ruhigen See herumpaddeln.

Wasserpalast Tamalan in Bali

Digitale Nomaden in Amed

Wir sind als Reisende auf Internet angewiesen, da wir von unterwegs aus viel online erledigen müssen. Deshalb prüfen wir immer vorher, ob an den Orten eine verlässliche Internetverbindung existiert. In Amed waren wir ziemlich überrascht, dass wir hier die beste Internetverbindung insgesamt hatten. Auch der Strom fiel hier nie aus. Im Vergleich war Canggu oder Ubud, von ständigen Stromausfällen oder schwachen Internetverbindung geplagt, in Amed konnten wir immer nach Plan arbeiten.

Amed besteht zwar aus kleineren Fischerdörfern und bietet kaum eine digitale Nomadenkultur wie Ubud, dennoch finden wir, dass Amed ein toller Ort für digitale Nomaden ist und einen tollen Ausgleich durch das Schnorcheln und die umliegende Natur  bietet. Es gibt hier wenig Tourismus, man kann kleinere Besorgungen ohne Probleme mit dem Roller erledigen und der Verkehr ist kaum eine Erwähnung wert.

Sollten wir wieder nach Bali als digitale Nomaden kommen, werden wir auf jeden Fall nach Amed gehen :-).

Der Müll in und um Amed

Neben den vielen schönen Seiten in Amed oder insgesamt auf Bali, gibt es auch die weniger schönen Dinge, wie zum Beispiel die starke Vermüllung der Natur. Die Menschen hier haben leider noch kein Verständnis dafür entwickelt, dass die Berge an Müll deren Gesundheit und deren zukünftige Lebensweise stark verändern werden. Sie hatten unserer Meinung dafür auch gar keine Zeit, ebenso wie es ihnen noch nicht möglich war, einen ordentlichen Müllkreislauf mit Recycling zu etablieren.

Die Menschen wurden von den Plastikmassen der importierten Produkten einfach überrannt. Dennoch konnten wir kleinere Anzeichen für Hoffnung erkennen, denn immer mehr Organisationen nehmen sich dem Problem an. So konnten auch wir den Trash-Heroes in Amed helfen und gemeinsam mit ihnen den schönen Strand ein wenig vom Müll befreien. Den Artikel zu unserer Aktion könnt ihr hier nachlesen: Der Müll gehört zu Bali

Müll sammeln in Amed auf Bali

Der Müll an den Stränden gehört immer mehr zum Bild und man wird diesem auch in den anderen Ländern kaum ausweichen können. Das Einzige, was man tun kann, ist, sich zu bücken und mitzuhelfen. Denn die westlichen Nationen sind der Hauptverursacher für die Vermüllung dieser Welt. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Kommen wir zum Fazit von Amed!

Fazit zu Amed in Bali

Dieser Artikel wurde viel größer als vorher geplant. Dabei haben wir in dem obigen Text noch nicht einmal über die tolle Unterwasserwelt richtig berichtet oder eingehend über den Vulkanberg und die möglich Wanderwege dahin. Amed und die Gegend hat soviel zu bieten, dass man wahrscheinlich mehrere Jahre braucht, um es richtig kennenzulernen. Denn obwohl wir nur drei Wochen in Amed verbrachten, könnten wir bereits ein ganzes Buch mit unseren Erlebnissen dort füllen.

Eines können wir jedem empfehlen, der nach Amed kommt. Geht unbedingt beim Japanischen Schiffswrack schnorcheln, bestellt euch unbedingt in einem Warung eine frische Makrele, spaziert unbedingt abends den Strand entlang und genießt den Sonnenuntergang hinter dem Vulkanberg. Steht außerdem unbedingt einmal morgens auf und beobachtet die eintreffenden Fischer mit ihrer Ausbeute, macht unbedingt eine Tour in die Täler zu den Reisfeldern, sammelt unbedingt ein wenig Müll am Strand, wenn ihr welche seht, mietet euch unbedingt einen Roller um alles selbst zu entdecken und lasst euch unbedingt Zeit bei allem, was ihr in Amed auf Bali macht!

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