Amalfi und die Amalfiküste waren eine tolle zusätzliche Überraschung in der Bucht von Neapel für uns. Eigentlich waren wir nach Pompei angereist, um die versunkene Römerstadt Pompeji zu besuchen und danach wollten wir nach Rom weiterreisen, aber dann hatten wir uns doch noch für eine Verlängerung entschieden, um die Amalfiküste mitsamt den kleinen märchenhaften Fischerdörfern entlang der Berghänge zu erkunden.

Amalfi von der Küste aus

Castellamare di Stabia: Der perfekte Ausgangsort in Kampanien

Da wir ohne Auto unterwegs waren, haben wir uns eine neue Ferienwohnung im Ort Castellemara di Stabia gesucht, der nicht einmal 10 Kilometer von Pompei entfernt war. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir gleich nach Castellemare gegangen. Denn von hier aus kann man nicht nur super die Almalfiküste erkunden, sondern auch alle anderen Orte wie die Antike Stadt Pompeji und Neapel.

Anreise nach Sorrent mit dem Zug und mit dem Bus weiter bis Amalfi

Jedenfalls nahmen wir zur Erkundung der Amalfiküste einfach die Regionalbahn von Castellemare di Stabia bis Sorrent für 2 Euro pro Person. Die Fahrt dauerte gerade mal 10 Minuten bis wir in Sorrent ankamen. Dort erwarteten uns schon die ganzen Busse, die den ganzen Tag zwischen Sorrent und Amalfi hin und her fahren. Das Busticket kostet zwar 10 Euro pro Person, ist dafür aber den ganzen Tag gültig und man kann ständig einsteigen und aussteigen.

Amalfi: Eine verstecke Perle im Mittelmeer

Von Sorrent aus schlängelte sich der Bus erst einmal den Berg hinauf, um dann entlang der Amalfiküste an den vielen kleinen Bergdörfern vorbeizufahren. Die ganze Fahrt dauerte gute 2 Stunden bis wir in Amalfi ankamen. Obwohl es nicht einmal 30 Kilometer waren, musste der Busfahrer starke Nerven haben, denn die Straßen sind sehr eng und gefährlich. Die Straße verläuft direkt an der Küste und zwar in locker 100 Metern Höhe an den Klippen entlang, durch enge Tunnel, kleinen Brücken und Abhänge. So manchem wurde es allein beim Schauen aus dem Busfenster schwindelig. Deshalb ist die Fahrt an sich schon ein einziges Abenteuer.

Als wir in der alten Seerepublik Amalfi ankamen, war die Aussicht auf das gehauene Fischerstädchen in den Berg umso schöner. Die Fahrt hatte sich gelohnt!

Die schöne Amalfiküste in Italien

Es war egal in welche Richtung wir blickten, überall sah die Kulisse aus als wäre sie mit Pastellfarben gemalt worden. Jeder Maler und Künstler fühlt sich hier wie im Paradies.

Blaues Wasser in Amalfi

Als wir die Küste zu Fuß hoch wanderten, um einen Blick um die Ecke zu riskieren, sahen wir, wie toll es weiterging. Die gesamte Strecke gilt nicht umsonst als eines der schönsten der Welt.Aussicht auf die Küste von Amalfi

Auch der Blick nach unten in das Meer zeigte ein paradiesisch blaues Wasser, in das man am liebsten sofort rein hüpfen wollte, um sich zu erfrischen.Türkis und Blaue die des Wassers in Amalfi

Aber nicht nur die Küste hatte eine tolle Kulisse, auch das Hinterland versprach wundervolle Szenen. Selten hat man auf der Welt so vieles auf einem Fleck. Grüne saftige Berge, Blumen an den alten Gemäuern, wunderschöne alte Bauweisen, Sonne, lagunenblaues Wasser, Wanderwege, atemberaubende Aussichten und und und… Ich vermute, wenn man das italienische Dolce Vita sucht, dann findet man das bestimmt hier.Amalfi und das Hinterland

Für uns galt es, neben der Küste auch die Orte und deren Gassen zu erkunden. Denn die kleinen engen Gassen sind typisch für Italien. Dort bieten findige Verkäufer Schmuck oder auch etwas zum Essen anbieten.

Gassen in Amalfi

In Amalfi verbirgt sich hinter jeder Ecke irgendein kleines Lädchen, das als Geheimtipp gilt. So fanden wir auch unsere leckere Pizza, als wir durch die Gassen wanderten und bei einem Pizzaverkäufer eine Reihe Einheimischer sahen, die es sich schmecken ließen.

Pizza in Amalfi essen gehen

Danach ging es weiter durch die vielen Gassen. Es war Bummeln angesagt.Schlendern durch die Gassen von Amalfi

So mancher Verkäufer war erfinderisch, jedenfalls mit der Bezeichnung wie mit diesen Peperonis, die als natürliches Viagra angepriesen werden.

Natürliches Viagra aus Peperonis

Es roch nach frischem Schinken, Käse und ganz viel Zitrusduft. Überhaupt spielen Zitronen hier eine zentrale Rolle, denn diese werden überall angebaut und deswegen erhält man eine unglaubliche Vielfalt an Produkten, die aus Zitronen hergestellt werden.

Obst und Gemüse aus Amalfi

Wir waren froh, im Frühling die Amalfiküste besucht zu haben, denn dadurch blühte echt alles. An fast allen Mauern spross irgendwo eine Blume heraus. Es war alles bunt wie im Märchenland.Frühling in Amalfi

Zum Schluss besuchten wir noch die alte Basilika Sant‘ Andrea, die eine byzantinische Fassade hat, die aus dem Mittelalter stammt und den arabisch-normanischen Stil wiedergibt. Wunderschön anzusehen und für einige Euros hätte man diese auch betreten können.

Die Kirche im Zentrum von Amalfi

Positano: Buntes und lebensfrohes Klippendorf

Positano liegt etwa auf halber Strecke zwischen Sorrent und Amalfi. Den Ort Positano haben wir uns für den Rückweg aufgehoben. Auf der Rückfahrt von Amalfi mit dem Bus, stiegen wir in Positano gegen 16 Uhr aus. Der Zeitpunkt war perfekt, da sich die nachmittäglichen Sonnenstrahlen wunderschön über das Fischerstädtchen legten. Positano fanden wir etwas bunter als Amalfi und noch mehr an den Hängen gebaut.

Positano an der Amalfiküste

Es beherbergte neben vielen kleinen Geschäften auch Hotels und natürlich Restaurants. In den vielen Geschäften fanden wir besonders die unterschiedlichen fröhlichen Farben toll, die eine super Sommerstimmung vermittelten.

Einkaufen in Positano

Die Farben der Kleider in Positano waren definitiv gelb und hellblau. Wer farbenfrohe Kleider sucht, der wird in Positano fündig.

Kleiderfarbe in PositanoNeben den Kleidergeschäften gab es noch viele andere Sachen, die man kaufen konnte. So wurde viel Keramik oder auch Schmuck verkauft.

Schmuck aus Positano

Jedenfalls ist fast für jeden Geschmack etwas dabei.

Bekleidung in Positano

Wie auch in Amalfi kann man in Positano, die vielen kleinen Gassen erkunden und sich teils wie Aladin im Wunderland fühlen. Entdeckungen gibt es genug. Wer jedoch lieber am Strand seine Zeit verbringen und dabei noch einen Cocktail trinken möchte, kann das natürlich auch tun. Alternativ kann man sich auch super im türkisblauen Wasser erfrischen und schwimmen gehen.

Das Wasser hat tolle Farbe und wenn man Lust hat, dann kann man dort locker schwimmen gehen.

Positano mit blauem Wasser

Fazit zur Amalfiküste und den kleinen Orten an den Berghängen

Wie schon erwähnt, waren wir überrascht, dass die Amalfiküste auch in der Realität so toll ist. Die Dörfer, die entlang der Bergfelsen direkt am Meer erbaut wurden, ließen uns kaum aus dem Staunen herauskommen. Dass Menschen überhaupt so etwas erschaffen, ist schon ein Wunder an sich. Sowohl Amalfi wie auch Positano waren auf jeden Fall einen Besuch wert und eine tolle Erfahrung für uns. Sollten wir wieder mal in die Gegend kommen, dann haben wir uns versprochen, dass wir uns direkt in einem der Orte eine Unterkunft suchen. Tolles Wasser, schöne Bergdörfer, wundervolle Bergwanderungen, leckeres Obst, wohin man auch schaut und eine atemberaubende Aussicht auf die Weite des Meeres, was braucht man da noch mehr?

Wenn wir euer Interesse zum Golf von Neapel und der Amalfiküste geweckt haben, dann findet ihr hier weitere Literatur dazu:

   
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obsti38
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obsti38

Bei dem Bericht bekommt man ja wieder so richtig Lust auf Urlaub. Wir werden uns dieses Jahr ein neues Wohnmobil kaufen. Wohin die erste Reise dann gehen soll, wissen wir noch nicht genau, aber die Amalfiküste scheint ja ein gutes Ziel zu sein.