Die richtige Krankenversicherung auf Reisen ist ein Dauerthema unter den Langzeitreisenden. Wie ihr bereits aus unseren vorherigen Artikel wisst, haben wir das Thema einige Male angesprochen. Bis jetzt ging es darum, warum man sich versichern sollte, welche Arten von Reisekrankenversicherungen es gibt und welche Auslandskrankenversicherung die richtige ist. Worüber wir bislang aber noch nicht schrieben und worüber insgesamt auch selten in Blogs gesprochen wird, sind Tatsachen wie: Wie waren die tatsächlichen Erfahrungen mit der Auslandskrankenversicherung? Wie lange dauerte es im Krankheitsfall, bis die Kosten erstattet wurden? Wurde seitens der Auslandskrankenversicherung immer geleistet? Wie war der Kontakt/die Kontaktaufnahme im Krankheitsfall? Und: Was muss man vor allem nach Abschluss einer Auslandskrankenversicherung beachten?

In diesem Beitrag geht es also um die Beantwortung all dieser Fragen und vor allem auch um die Schritte nach Abschluss einer Auslandskrankenversicherung für Langzeitreisende. Denn mit dem Abschluss einer Reisekrankenversicherung, einer Auslandskrankenversicherung oder einer internationalen Krankenversicherung ist es noch lange nicht getan. Denn was wirklich zählt, ist, ob die Versicherungen im Krankheitsfall auch leisten. Schließlich haben all diese Versicherungsarten genau so wie eine gewöhnliche private Krankenversicherung, die man zum Beispiel aus Deutschland kennt, ihre Vor- und Nachteile. Und diese sollte man vor Abschluss unbedingt beachten.

Info: In dem Beitrag benutze ich oft die Abkürzung PKV (Private Krankenversicherung), da diese im Grunde das Gleiche ist wie eine Auslandkrankenversicherung.

Erfahrungen bezüglich der Vorteile einer Auslandskrankenversicherung oder Reisekrankenversicherung

Wer sich auf die Suche nach einer Reisekrankenversicherung oder Auslandskrankenversicherung begibt, der wird erst einmal mit dem Angebot aus dem Internet erschlagen. Jede Versicherungsgesellschaft wirbt mit allem, was sie bieten kann und jede hat natürlich die beste, günstigste und passendste Krankenversicherung für deine Reise – wie sollte es auch anders sein ;-). Ob eine Versicherung für einen Langzeitreisenden dann tatsächlich die angepriesenen Vorteile hat, zeigt sich leider erst, wenn ein Versicherungsfall eintritt. Also wenn man unterwegs krank wird oder sich verletzt.

Wie einige von euch wissen, waren wir zuerst bei der HanseMerkur versichert und lernten sehr schnell deren Vor- und Nachteile kennen. Danach waren wir bei der BDAE versichert, bei der wir die Vor- und Nachteile ebenfalls schnell herausfanden.

Vorteil N° 1: Als Krankenversicherter wird die Reise entspannter

Einer der größten Vorteile einer Auslandskrankenversicherung ist natürlich der seelische Frieden. Zu wissen, dass man für einen schlimmen Krankheitsfall oder einen Unfall auf Reisen versichert ist, gibt einem Ruhe und man genießt seine Reise definitiv mehr als wenn man unversichert durch die Welt wandert. Dabei sprechen wir aus Erfahrung, denn auch wir waren schon einige Monate unversichert gereist und beglichen die Arztbesuche in dieser Zeit komplett selbst. Dabei waren wir in der glücklichen Lage, dass wir in dieser Zeit immer nur „kleine Wehwehchen“ wie beispielsweise einen Fußpilz oder Kieferbeschwerden durch Muskelverhärtungen hatten. Die Kosten für die Arztbesuche und die benötigten Arzneimittel hielten sich daher in Grenzen. Dennoch kamen schnell einige hundert Euro zusammen. Deshalb waren wir froh, als wir wieder eine Auslandskrankenversicherung hatten.

Vorteil N° 2: Erstattung von kleineren Kosten war bis jetzt kein Problem

Denn der zweite große Vorteil einer Auslands-/Reisekrankenversicherung ist, dass zumindest die, bei denen wir versichert waren, bis jetzt alle kleineren Beträge, also alle Kosten unter 200 Euro ohne größeren Aufwand nach zwei bis fünf Wochen erstatteten.

Vorteil N° 3: Krankenhäuser lehnen im Notfall eine Weiterbehandlung nicht ab

Der dritte große Vorteil einer Auslands-/Reisekrankenversicherung ist, dass man im Notfall auch im Ausland im Krankenhaus behandelt wird. Denn in manchen Länder wird man ein Krankenhaus niemals von innen sehen, solange eine Kostenübernahme durch eine Versicherung nicht bestätigt wurde oder man nicht selbst direkt mit der Kreditkarte für die Kosten aufkommt.

Vorteil N° 4: Niedrige Beitragskosten zur Auslandskrankenversicherung mit Leistung wie bei einer PKV

Der vierte Vorteil ist die Summe der monatlichen Beitragskosten. Denn diese ist selbst bei guten Auslandskrankenversicherungen meist etwas niedriger als bei einer freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland, mit dem Unterschied, dass die Leistungen einer privaten Krankenversicherung gleich kommen.

Das wären auch schon die vier großen und wichtigen Vorteile, die uns zu einer Auslands-/Reisekrankenversicherung einfallen würden. Im nächsten Abschnitt erläutern wir die Dinge, über die man eher selten was liest, also die Nachteile einer Auslands-/Reisekrankenversicherung.

Vorbereitung und Erfahrungen zu den Nachteilen einer Auslandskrankenversicherung oder auch PKV

Denn wie bereits erwähnt, möchten wir in diesem Artikel nicht nur die Vorteile einer Auslandskrankenversicherung loben, sondern auch die Nachteile aufzeigen und euch vermitteln, welche wichtigen Vorbereitungen man treffen kann, um diese abzufedern. Dies gilt für Auslandskrankenversicherte ebenso wie für Privat Krankenversicherte Menschen in Deutschland. Da gibt es kaum Unterschiede in den Prozessen.

Fangen wir am besten mit einem realen Beispiel an, das genauso tatsächlich tagtäglich passiert.

Extra Konto für Vorauszahlungen der Arztrechnungen

Wie ihr schon wisst, muss man bei Auslandskrankenversicherungen, Reisekrankenversicherungen und auch bei privaten Krankenversicherungen in Vorschuss gehen und die Arztrechnungen erst einmal selbst begleichen. Dabei spielt der Betrag keinerlei Rolle, solange man ambulant behandelt wird, also selbst zum Arzt oder ins Krankenhaus geht. Laut unseren Erfahrungen übernimmt die PKV die Arztbeiträge erst dann direkt, wenn ein Notfall vorliegt oder man ins Krankenhaus eingeliefert wurde. In manchen Fällen kann man die Direktzahlungen zwischen PKV und dem Arzt auch für ambulante Behandlungen vereinbaren. Das ist aber eher die Ausnahme, in deren Genuss zumindest wir persönlich nie kamen. Wir zahlten alle Rechnungen vorerst selbst!

Dadurch dass man erst einmal selbst in Vorleistung gehen muss und die Arztrechnungen sehr schnell in die hunderte bis zu einige tausend Euro steigen können, empfiehlt es sich, dass man mindestens ein Extra-Konto bzw. ein Guthaben von mindestens 2000,- Euro parat hat, das einem nur für das Bezahlen der Arztrechnungen zur Verfügung steht.

Denn wie schnell sich die Summen berappen, zeigt folgendes reales Beispiel. Sarah reist gerne um die Welt und hat dafür eine private Reisekrankenversicherung abgeschlossen, die im Großen und Ganzen einer privaten Krankenversicherung in Deutschland gleicht. Bei einem Heimaturlaub besucht Sarah einige Ärzte und ist überrascht, welche Summe sie am Ende vorstrecken muss:

  • Zahnarztbesuch: Ein ganz normaler jährlicher Zahnarztkontrollgang mit Zahnsteinentfernung und Polierung kostet sie 80 Euro.
  • Frauenarztbesuch: Ein Ultraschall der Brust und eine anschließende Brustuntersuchung kosten sie 90 Euro. Dazu kommen die Krebsfrüherkennung inkl. Ultraschall und Abstrich für 280 Euro sowie eine Laborrechnung über 80 Euro. So kostet sie ein „normaler“ Frauenarztbesuch insgesamt 450 Euro.
  • Hautarzt: Da Sarah viel reist, sehr hellhäutig ist und bereits unterwegs zwei verdächtige Muttermale an ihrem Körper entdeckte, vereinbart sie in Deutschland zudem einen Kontrolltermin bei ihrer Hautärztin. Dabei wird ein Hautkrebsscreening durchgeführt sowie die beiden verdächtigen Muttermale operativ entfernt. Die Kosten belaufen sich hier auf insgesamt 700 Euro. Für die Beratung, das Screening und die Entfernung der Muttermale fallen ca. 400 Euro an. Die Laborrechnung beläuft sich auf 300 Euro.

Sarah muss für ihre Arztbesuche insgesamt 1230 Euro im Voraus bezahlen. Die Arztrechnungen müssen im Normalfall ab Ausstellungsdatum beglichen werden. Sarah hat Glück und im Vorfeld der Reise einen kleinen finanziellen Puffer beiseite gelegt, auf den sie nun zurückgreifen kann.

Tipp: Hat man das Geld nicht wie Sarah gleich parat, weil man es für die Weiterreise, die Unterkunft o.ä. braucht, kann man die gesetzliche Zahlungsfrist von 30 Tagen nutzen und sich dadurch etwas Zeit verschaffen. Manchmal hat man Glück und die Versicherung erstattet einem in diesem Zeitraum bereits die Kosten zurück.

Sarah hatte die Arztrechnungen natürlich gleich per Post mit der Bitte um Kostenerstattung an die private Krankenversicherung weitergereicht, jedoch bekam sie das Geld zum Teil erst nach sieben Wochen zurück, sodass sie so oder so keine Wahl hatte und selbst das Geld vorstrecken musste.

Wichtig: Die gesetzliche Zahlungsfrist gilt nur in Deutschland. In vielen anderen Ländern muss man die Rechnung noch an Ort und Stelle begleichen!

Wir machten die Erfahrung, dass je größer der Betrag war, desto mehr die PKV nachhakte. Manche Leistungen wurden nicht einmal übernommen und man ging somit nicht nur in Vorleistung, sondern bekam das Geld teilweise auch nie mehr zurück. Dabei wurden seitens der Krankenkasse so viele Informationen eingeholt wie nur möglich.

Hierzu gibt es zu sagen, dass man, bevor man eine PKV abschließt, eine Einverständniserklärung unterschreiben muss, in der man sich damit einverstanden erklärt, dass die PKV alle persönlichen Infos über einen beim Arzt einholen kann. (Nur zum Vergleich: Manche GKV, also gesetzlichen Krankenkassen, in Deutschland werben sogar mit einer kostenlosen Hautkrebsuntersuchung und fragen auch keine weiteren persönlichen Daten ab. Privat versichert zu sein ist also nicht immer besser ;-)).

Zurück zu Sarah. Sie hatte zwar das Geld bis auf 150,- € zurück erhalten, dennoch hatten die Arztbesuche, für die sie in Vorleistung treten musste, einen großen Einfluss auf ihre Reise, da ihr das Geld dazu fehlte. Sarah lernte aus ihrer Erfahrung und legte sich ein zweites Konto mit Guthaben an, auf dem sie immer mindestens 2000 Euro für Arztrechnungen parat hat, damit so etwas nicht noch einmal passiert.

Fazit: An dem Beispiel kannst du sehr gut erkennen, dass die Auslandskrankvenversicherungen und privaten Krankenversicherungen bei größeren Arztkosten sehr schnell viel mehr Informationen haben möchten. Einfache Arztrechnungen reichen nicht mehr aus, die PKV möchte detaillierte und persönliche Informationen haben, was gemacht wurde und vor allem ob diese oder ähnliche Erkrankungen bereits vorher bestanden.

Nachteil N° 1: Vorerkrankungen stehen bei der PKV hoch im Kurs

Wenn man gesetzlich krankenversichert ist, dann stellt sich die Frage nach Vorerkrankungen überhaupt nicht. Anders sieht es bei den privaten Krankenkassen aus, denn bei denen stehen die Vorerkrankungen der Patienten hoch im Kurs. Vorerkrankungen sind für PKV vor allem dann sehr interessant, wenn sie nachweisen können, dass bei der/dem Versicherten vor Vertragsschluss bereits diese oder jene Vorerkrankung bestand. Denn die PKV muss ausgeschlossene Vorerkrankungen nicht bezahlen und der/die Versicherte bleibt somit selbst auf den Kosten sitzen.

Dass die PKV förmlich nach Vorerkrankungen des/der Versicherten sucht, merkt man vor allem nach dem ersten oder zweiten Arztbesuch und der anschließenden Einreichung der Rechnungen an die Krankenkasse. Es dauert nicht lange, dann erhält man von der Krankenversicherung eine Art „Drohschreiben“, in dem steht, dass diese beim nächsten Arztbesuch auf Vorerkrankungen prüfen wird. Das sind bereits erste Anzeichen, dass die PKV nicht bezahlen möchte.

Nachteil N° 2: Unvorgesehene Arztrechnungen, die super hoch sind

Egal in welchen Land wir bis jetzt bei einem Arzt waren, gab es sehr selten eine übersichtliche Kostentabelle. Die meisten Ärzte weltweit müssen sich zwar an einer Gebührenverordnung orientieren, aber diese ist für den Patienten aufgrund der unterschiedlichen Faktoren nicht immer auf den ersten Blick transparent und man muss sich schon wirklich sehr mit der GOÄ beschäftigen, bis man hinsichtlich der Behandlungskosten durchblickt. Zumindest bei uns war die tatsächliche Arztrechnung  immer höher als erwartet und oft kamen irgendwelche Laboruntersuchungen dazu, die bezüglich der Kosten meist noch höher waren als die Arztrechnung selbst. Deshalb konnte man sich sehr schlecht auf die tatsächliche Höhe einer Arztrechnung einstellen und wusste häufig überhaupt nicht, welche Kosten letztendlich auf einen zu kamen. Dabei gilt es anzumerken, dass wir es in Australien von dem her gut fanden, dass wir vor der Behandlung zur Kasse gebeten wurden. So wussten wir, was auf uns zukommt und hätten die Möglichkeit gehabt, die Behandlung abzulehnen. In Deutschland bekamen zumindest wir die Rechnung immer erst im Anschluss an die Behandlung. Somit war der Hase schon über der Höhe ;-). Am schlimmsten empfanden wir allerdings immer die Laborrechnungen, die teilweise noch Monate später in den Breifkasten flatterten, sodass man kostentechnisch überhaupt nicht vorplanen konnte.

Nachteil N° 3: Man ist schneller pleite als man gucken kann, wenn man sich auf eine Auslandskrankenversicherung verlässt.

Das obige Beispiel hat schon gezeigt, wie schnell sich die Kosten summieren können, wenn man mehrere Male zum Arzt gehen muss. Jeder Reisende der nicht über ein genügendes finanzielles Polster verfügt, kann sehr schnell in finanzielle Schwierigkeiten geraten, unter anderem auch deswegen, weil es einige Wochen dauert bis eine Auslandskrankenversicherung die Kosten wieder erstattet. Wer sicher reisen möchte, der sollte deshalb mindestens ein Polster haben, mit dem er/sie für mindesten zwei Monate im Voraus seine Kosten begleichen kann.

Nachteil N° 4: Schlechte Auslandsreisekrankenversicherung verursachen auch eine psychische Belastung auf Reisen

Die meisten, bei denen ein Versicherungsfall eintritt reden nicht darüber, aber durch die Wahl einer schlechten Auslandskrankenversicherung kann eine hohe psychische Belastung verbunden mit großen Sorgen entstehen, weil man nicht genau weiß, wann das Geld für die Arztkosten endlich erstattet bekommt oder ob man es überhaupt bekommt. Noch schlimmer wird es, wenn man auf das Geld angewiesen ist!

Nachteil N°5: Lange Wartezeiten bzgl. Kostenerstattung durch die Auslandsreisekrankenversicherung

Wie bereits erwähnt spielt der Zeitraum, binnen dessen die Kosten erstattet werden, eine wichtige Rolle. Denn die Kostenerstattung hatte zumindest bei uns bewusst oder unbewusst durchaus Einfluss auf den weiteren Verlauf unsere Reise. Solange wir nicht wussten, ob wir die Arztrechnungen auch tatsächlich erstattet bekommen, zögerten wir mit weiteren Geldausgaben, wie beispielsweise dem Buchen eines Flugs.

Alles in allem haben wir die Erfahrung gemacht, dass kleinere Kosten von 100 Euro zum Beispiel von der HanseMerkur innerhalb von zwei Wochen erstattet wurden, während sich die BDAE bei ähnlichen Kosten schon mal fünf bis sechs Wochen Zeit ließ, bis eine Rückzahlung erfolgte. Man sollte also vor Abschluss einer Auslands-/Reisekrankenversicherung unbedingt nachfragen, wie lange die Kostenrückerstattung tatsächlich dauert und sich diesbezüglich nicht auf Werbeslogans o.ä. verlassen.

Nachteil N°6: Auslandsreisekrankenversicherungen verursachen einen großen bürokratischen Aufwand

Oft hatten wir uns gewünscht, dass wir wieder bei der GKV versichert wären. Einfach beim Arzt das Krankenkassenkärtchen vorzeigen und fertig. Denn bei den Auslandsreisekrankvenversicherungen oder auch bei den PKV in Deutschland besteht ein unglaublich hoher bürokratischer Aufwand. Man ist nach einem Arztbesuch oft sehr lange damit beschäftigt, Arztrechnungen zu kopieren, Auszahlungsbögen auszufüllen, die Sachen in ein Briefkuvert zu packen und per Post abzusenden, da viele Versicherungen auch im Jahr 2019 noch keine Arztrechnungen in digitaler Form  akzeptieren! Dazu kommen ständige Telefonate mit der Krankenkasse, weil das Geld immer noch nicht da ist oder irgendwelche Formulare fehlen, die dann urplötzlich doch wieder auftauchen.

Das Ganze geht natürlich wieder ins Geld. Nicht nur, dass Geld für Porto anfällt. Gerade im Ausland ist es auch nicht immer einfach, eine Postfiliale in Nähe der Unterkunft zu finden, sodass Transportkosten für den Weg dahin anfallen. Auch die Telefonate aus dem Ausland sind nicht immer kostengünstig und aufgrund der Zeitverschiebung auch nicht immer einfach zu führen.

Für uns ist es insgesamt komplett unverständlich, dass es viele große Versicherungsgesellschaften im Jahr 2019 nicht schaffen, eine App zu entwickeln, durch die man Rechnungen einfach abfotografiert und einreicht Kaum zu glauben, aber Internet ist für viele Versicherungsgesellschaften scheinbar immer noch Neuland! In Zukunft würden wir keine Auslandsreisekrankenversicherung mehr akzeptieren, die das digitale Einreichen von Rechnungnen und Unterlagen ablehnt!

Nachteil N° 7: Gierige Ärzte, die zu viel abrechnen

Man sollte nicht immer davon ausgehen, dass es nur gute Ärzte gibt. Ärzte mögen genauso wie alle anderen Menschen schnelles Geld und Privatpatienten bringen immer schnelles Geld ohne Umwege! Viele Ärzte langen richtig zu, wenn es was zu holen gibt und das auch in Deutschland. Deshalb ist es ungemein wichtig, die Kosten sowohl für die Behandlung als auch für weitere Laboruntersuchungen vor Ort direkt zu erfragen. Die Ärzte wissen ganz genau, was es kostet und wenn man nichts sagt, keine Fragen zur Behandlung und den anfallenden Kosten stellt, dann sollte man nicht überrascht sein, wenn die Rechnung zu hoch ist. Denn oft werden an einem Gesundheitschecks gemacht, die man überhaupt nicht braucht.

Es ist im Grunde genauso, wie wenn ihr euer Fahrzeug reparieren wollt. Ihr lasst den Mechaniker ja auch nicht bei einem Reifenwechsel gleich das ganze Fahrzeug immer wieder neu checken und jedesmal Öl, Scheibenwischer, Dichtungen usw… wechseln.

Jedenfalls hat man als Patient später den Ärger und natürlich auch die Kosten. Im schlimmsten Fall bleibt man als Verlierer zurück, wenn die Behandlung schlecht war. Der Arzt hat sein Geld von euch bekommen, ebenso wie die Krankenversicherung ihren Beitrag und der Patient bleibt auf den Kosten sitzen und das sogar doppelt!

Fazit zu den Vor und -Nachteilen einer Auslandskrankenversicherung für Reisende

Bei kleineren Krankheiten und nicht allzu teuren Arzneimitteln oder in Notfällen leisten die Auslandsreisekrankvenversicherungen und andere PKV ohne größere Probleme.

Es wird erst problematisch, wenn man chronische Erkrankungen bekommt wie Rheuma, Krebs oder langfristige Komplikationen nach einer Schwangerschaft hat usw…. Für solche Fälle sollte man höllisch aufpassen, dass man die richtige Auslandkrankenversicherung hat und sich wirklich sehr gut vorher informieren, damit man später keine bösen Überraschungen erlebt. Je älter man ist, desto wichtiger ist eine gute Analyse der jeweiligen Auslandskrankvenversicherung.

Eine perfekte Auslandsreisekrankenversicherung wird man nicht finden, denn alle Versicherungsgesellschaften sind profitorientiert und müssen Gewinne einbringen. Deshalb sollte man sich nicht nur die Produkte von der Versicherung anschauen, sondern auch, ob es der Versicherung gut geht, ob genug Geld und Mitglieder vorhanden sind.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Beitrag ein wenig mehr Transparenz in das Thema „Erfahrungen mit Auslandskrankenversicherungen für Reisende“ bringen und würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen als Kommentar ebenfalls teilen könntet, damit mehr Leute einen besseren Überblick erhalten.

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