Heute geht es um das Thema Depressionen und warum Reisen das beste Heilmittel dagegen ist. Depressionen haben sich in unserer Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür ausgebreitet und machen sehr vielen Menschen das Leben zur Hölle.

Ich schreibe über das Thema Depressionen, weil es mir und meiner Partnerin immer öfters im Familien- und Freundeskreis begegnet und das ein oder andere Mal bereits ein schlechtes Ende genommen hat. Deshalb sagen wir immer, wenn wir davon hören, den Leuten persönlich: „Treffe einige wichtige Entscheidungen, die anstehen und mach danach erst einmal eine längere Reise von mindestens sechs bis zwölf Monaten. Das wird dich wieder gesund machen!“

Es sind viel mehr Menschen von Depressionen betroffen, als man denkt

Jeder Zehnte leidet unter Depressionen. Es wird nicht sehr viel darüber gesprochen, die meisten Menschen können es sehr gut vor ihren Mitmenschen verbergen oder denken zumindest, dass sie es können. Viele reden nicht darüber, weil sie sich schämen oder denken, dass sie aufgrund ihres Gedankenkarussells oder ihres verminderten Antriebs reif für die Psychiatrie wären. Viele wissen nicht einmal, dass sie unter Depressionen leiden, bereits darunter gelitten haben oder sich auf dem Weg dahin befinden. Dabei sind Depressionen ein Thema, das nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten westlichen Welt sehr stark verbreitet ist. Ein Thema, das über alle Schichten hinweggeht. Egal, ob arm oder reich, egal ob jung oder alt!

Jeder Mensch kommt vermutlich in seinem Leben mehrmals an einen Punkt, der aussichtslos erscheint. Ein Punkt, an dem man glaubt, dass es so nicht mehr weiter geht. Ein Punkt, an dem man glaubt, dass die Welt zusammenbricht. Man hat das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, es fühlt sich wie ein Kurzschluss im Gehirn an und wie ein schwerer Kloß im Hals.

Natürlich gibt es eine Vielzahl von Ursachen, warum Menschen in Depressionen verfallen. Nur wenige kommen mit Mühe und aus eigener Kraft da wieder raus. Die, die wieder selbst heraus finden, sind meistens die Menschen, die bereit sind, wichtige und schwere Entscheidungen im Leben zu treffen, mit all ihren Konsequenzen. Hier gilt tatsächlich die Weisheit „Jeder ist seines Glückes Schmied“.

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Depressionen „hausgemacht“ sind. Also von der Gesellschaft, dem staatlichen System, dem Arbeitsplatz, der Familie oder auch dem Partner. Diese „hausgemachten“ Depressionen verschwinden meistens, wenn die Ursache aus dem Leben verschwindet oder geändert wird.

Warum Langzeitreisen gegen Depressionen so effektiv sind

Du kannst es mit Anti-Depressiva versuchen, die dir dein Arzt verschreibt, aber die sind meistens keine Lösung, sondern nur ein Aufschieben des Problems. Diese Anti-Depressiva machen dich mürbe, erschweren ein klares Denken, sorgen für Müdigkeit und haben viele weitere Nebenwirkungen. Kurz gesagt, man fühlt sich wie ein Zombie, der die Welt nicht mehr aktiv wahrnimmt. Deshalb solltest du nur dann Anti-Depressiva zu dir nehmen, wenn du alles andere ausprobiert hast. Und damit meine ich wirklich alles. Vor allem aber meine ich damit, dass du sehr wichtige Entscheidungen getroffen hast, die dein Leben auf den Kopf gestellt haben.

Stelle dir deshalb selbst die folgende Frage: Welche Entscheidung muss ich treffen um ein bestimmtes Problem los zu werden?

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass über 90% der Menschen aus unserer Gesellschaft sich mit einigen der folgenden Problemen herumschlagen.

Hier einige Beispiele, welche Probleme ich meine: Stelle dir vor, du lebst an einem Ort in einem Land, das du nicht magst. Du lebst mit einem Partner zusammen, den du vielleicht verlassen willst. Dein Partner betrügt dich, du möchtest es aber nicht wahr haben, weil du immer noch denkst, dass es Liebe ist. Noch schlimmer, der Partner verprügelt dich und du denkst, du hast es verdient. Du hast Kinder, die dir mächtig auf die Nerven gehen und faul sind. Du hast einen Job, den du am liebsten kündigen würdest. Dein Chef ist ein Arschloch, die acht Stunden Arbeitszeit sind ein Leiden für dich und deine Kollegen sind lauter Arschkriecher. Du hast Bekannte, die sich nicht für deine Tätigkeiten interessieren. Deine Geschwister sind auch nicht besser, die haben nur Geld im Kopf und sind egoistisch. Du hast Geldsorgen und weißt nicht, wie du über die Runden kommen sollst. Deine Eltern schreiben dir dein Leben vor, und und und…

Manche persönlichen Probleme kann man nicht lösen. Das muss man auch nicht zwangsläufig, aber viele lassen sich lösen und verschwinden für immer. Und viele dieser Probleme müssen nicht in einer Depression ausarten. Schauen wir uns mal einige einfache Ursachen an, die vielen Menschen Kopfzerbrechen bereiten können.

Dein Partner oder Partnerin ist ein Teil des Problems

Wenn du Probleme mit deinem Partner hast, dann rede mit dem Partner darüber. Versucht gemeinsam die Lebensweise, den Ort, den Job oder eure Unterkunft zu ändern. Gib dem Partner nicht immer die Schuld für alles, manchmal erkennt der Partner gar nicht, dass der andere Probleme hat. Reden hilft! Wenn ihr aneinander hängt, dann macht gemeinsam eine Reise. Reisen verbindet, man findet wieder zueinander, man hat wieder Zeit füreinander. Gebt euch nicht auf, bevor ihr es versucht habt.

Wenn es aber gar nicht geht, sei bereit, auch den Partner zu verlassen. Damit eröffnest du dir und deinem Partner neue Wege für ein besseres Leben.

Deine Familie und Eltern haben einen zu großen Einfluss auf dein Leben

Wir Menschen sind soziale Wesen, die unsere Mitmenschen, die wir lieben, brauchen, um zu existieren. Die vertrautesten Menschen sind oft die eigenen Familienmitglieder wie Geschwister und Eltern. Oft ist es leider so, dass die eigene Familie eine große Belastung darstellen kann. Nicht selten üben Eltern eine große Macht über ihre erwachsenen Kinder aus und beeinflussen auch das zukünftige Leben der Kinder. Sehr oft sogar mit falschen Ansichten, festgefahrenen Dogmen oder religiösen, aus dem Mittelalter stammenden Ansichten, die weder zeitgemäß noch hilfreich für das tatsächliche Leben sind. Nicht selten haben Eltern selbst Probleme im Leben, die sie nie gelöst haben und diese an ihren Kindern ausleben.

Redet mit euren Eltern, wenn ihr sie als Ursache seht. Einsichtige Eltern werden es verstehen. Uneinsichtige Eltern werden lernen müssen, es zu verstehen. Hier hilft ebenfalls das Reisen. Damit meine ich nicht, das Reisen mit den Eltern, sondern das Reisen weg von den Eltern. Durch das Reisen unterbrecht ihr den ständigen Gedankenfluss und den Einfluss der Eltern und lernt euch selbst endlich so kennen wie ihr seid. Die meisten Menschen kennen sich selbst nicht einmal, weil sie noch nie lang genug alleine waren, sondern immer unter dem Einfluss der anderen stehen.

Deshalb: Lerne durch langfristiges Reisen dich selbst kennen, so wie du tatsächlich bist. Viele wundern sich nach einigen Monaten, dass sie eine ganz andere Person sind, wenn sie auf Reisen sind.

Dein Arbeitsplatz kotzt dich an

Wenn du Probleme mit deiner Arbeit hast, dann rede mit deinem Chef, sage ihm, was dich nervt, sage ihm deine Meinung, sage ihm wie es laufen soll. Damit meine ich nicht, dass du den Chef beschimpfen sollst, sondern dass du ihm sagst, wie du gerne arbeiten möchtest, sodass das Unternehmen und deine Gesundheit davon profitieren. Habe keine Angst, dies zu tun, denn wenn du weiterhin unglücklich zur Arbeit gehst, dann riskierst du sowieso entweder den Job oder deine Gesundheit und damit im weiteren auch wieder den Job. Also hast du im Grunde nichts zu verlieren, als alles auf eine Karte zu setzen und wenn es nicht klappt, dann kannst du einfach hinschmeißen!

Wenn du kündigst, umso besser, denn dann eröffnest du dir wieder neue Wege im Leben. Du schaffst dir die Möglichkeit, wieder gesund und mit neuer Energie Leistung zu bringen. Ein Arbeitsplatz ist immer noch nur ein Arbeitsplatz und merke dir, dieser ist niemals wichtiger als die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden! Man muss nicht jeden Scheiß am Arbeitsplatz mitmachen! Lege dir eine „Leck mich am Arsch“-Einstellung zu und mach dein Ding!

Der Gesellschaftsdruck und was andere denken, kann einem zu schaffen machen

Viele Menschen geben so viel auf das, was andere über sie denken, dass sie vergessen, wer sie selbst sind. Sie funktionieren oft nur noch wie Puppen, um anderen zu gefallen.

Tu das nicht! Denn das kann irgendwann in einem Burnout enden und in einer Depression. Manche verlassen dann nicht mal mehr ihr Haus.

Anderen zu gefallen sollte ganz bestimmt nicht dein Ziel sein, denn es kostet viel Kraft und auch oft Geld.

Was andere über einen denken, ist vollkommen egal, denn die meisten haben so viele eigene Gedanken und Probleme im Leben, dass sie kaum Zeit haben, lange über jemanden nachzudenken. Wenn jemand flüchtig zu deinem Äußeren oder deinem Lebensstil etwas Schlechtes sagt, dann vergisst er/sie es meistens schon nach einigen Sekunden wieder und du solltest es genauso tun und nicht danach noch Stunden oder Tage dich damit herumquälen.

Es ist menschlich und oft sind einige Menschen es gar nicht Wert, dass man seine wertvollen Gedanken an diese „Idioten“ verschwendet. Problematisch wird es oft, wenn diese Menschen in der unmittelbaren Familie sind und ständig einen schlecht machen. Hier wäre sogar das langfristige Verreisen fast eine Pflicht. Denn dann kommt man da endlich heraus und wenn man irgendwann, wenn überhaupt, zurückkommt, dann wird man diese negativen Familienmitglieder viel mehr meiden als sonst.

Reisen ist Balsam für die Seele

Warum ist das langfristige Reisen so effektiv gegen allerlei Depressionen oder tiefgreifenden seelischen Problemen?

Eine Reise zwingt dich, gesund zu werden

Meine persönliche Antwort darauf ist, weil man aus diesem Sumpf von Problemen gezwungen ist auszusteigen, wenn man eine langfristige Reise unternimmt. Eine langfristige Reise zwingt dich dazu, mehrere Entscheidungen zu treffen, die sehr vieles in Gang setzen.

Wenn du es einmal durchgezogen hast, fördert es massiv dein Selbstbewusstsein. Es aktiviert seine eigenen Heilungskräfte und lässt dich eine Entscheidung nach der anderen einfacher treffen und durchziehen. Wenn du verreist, dann musst du automatisch vielleicht deinen Job kündigen oder auf Eis legen, den du sowieso nicht mehr magst. Du wirst auch deine Verwandten, deine Eltern, deine Geschwister, deine Freunde usw. verlassen müssen. Aber das ist nicht tragisch, denn diese haben oft nicht nur einen positiven, sondern auch einen negativen Einfluss auf dein Leben, ob du es glauben magst oder nicht.

Du wirst auch wahrscheinlich deine Wohnung kündigen oder dein Haus weitervermieten müssen. Dadurch lernst du erst, welche Belastung Besitz und Eigentum tatsächlich sind und wie stark sie deine Psyche beeinflussen. Das alles wirst du machen, um nur ein Ziel zu erreichen, nämlich mit dem Reisen zu beginnen.

Das Tollste daran ist: Du musst niemandem erklären, was die tatsächlichen Ursachen sind. Du sagst einfach, ich mache eine längere Reise.

Wohin führt dich deine Reise und was ist es, was dir unterwegs hilft?

Wohin dich deine Reise auch führt, sie wird immer anders sein. Auf deinen Reisen sind nicht die Tabletten die Medizin, sondern die Welt, die Menschen, die Natur. Es werden dir andere Menschen begegnen, andere Sprachen, andere Kulturen. Es werden neue Freunde auftauchen und vielleicht auch neue Partner.

Deine Seele wird mit neuen Eindrücken überflutet, deine Erfahrungen werden explodieren, dein Herz wird sich an der Schönheit der Welt erfreuen. Du wirst gelassener, du wirst vor allem merken, was tatsächlich wichtig auf dieser Welt ist. Du wirst merken, dass viele der vorherigen Problem, die du hattest, so winzig waren, dass du darüber lachen musst. Du wirst wissen, was zu tun ist, wenn wieder ein Problem auftaucht. Du wirst lernen, das Leben mit anderen Augen zu sehen. Du wirst auch lernen, dass du selbst über dein Leben bestimmst und nicht der Staat, nicht der Arbeitgeber, nicht die Medien, nicht die Eltern, nicht der Partner. Niemand außer dir selbst bestimmt, wie du zu leben hast. Du wirst lernen, dass ein gutes Leben auch außerhalb dessen existieren kann, was du bist jetzt gewohnt warst. Um das alles zu erreichen, braucht es nur etwas Mut und einen Schritt in die richtige Richtung!

Deshalb sage ich es dir nochmal: Wenn es dir schlecht geht, so richtig zum Kotzen und du keinen Ausweg mehr siehst, dann mache den Schritt und packe deinen Koffer, kündige deine Unterkunft, verabschiede dich von deiner Familie, Freunden, dem Partner, der Arbeit und gehe auf eine langfristige Reise!

Die Menschen, die zu dir halten, auch dein Chef von der Arbeit, werden es verstehen und die, die es nicht verstehen, den sage für immer auf Wiedersehen! Denn da draußen gibt es eine bessere Welt, eine schönere Welt mit besseren Menschen!

Wie finanziert man sich eine langfristige Reise?

Du denkst, du kannst das nicht machen, weil dir das Geld dazu nicht ausreicht? Kann sein, aber meistens sind es nur Ausreden oder? Reisen ist nicht so teuer wie du denkst. Wenn du keine zu hohen Ansprüche hast und dich auf ein einfaches Leben und Reisen einstellst, dann kannst du locker mit weniger als 10.000 Euro pro Jahr durchkommen. Du denkst, das ist viel Geld? Hast du gewusst, dass ein Leben in Deutschland bis zu 50% teurer ist als ein Leben, das man auf Reisen führt? Hier ist ein Artikel mit einem Vergleich dazu: Eine Langzeitreise kostet bis zu 50 % weniger Lebenszeit als ein Leben in Deutschland

Wenn du noch sparen musst, dann lerne zu verzichten. Verzichte auf den nächsten Urlaub, auf das nächste neue Auto, Smartphone usw. Löse dich von diesem Konsumleben, lebe einige Monate sparsam, spare das Geld und gehe dann Reisen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, reisen zu gehen. Ein Kredit ist auch eine Möglichkeit. Was ist schon ein Kredit oder 10.000 Euro für eine Reise, wenn durch eine schwere Depression dein Leben auf dem Spiel steht?

Ausreden, um sich selbst zu belügen

Jedesmal, wenn wir anderen dazu raten, doch mal auf Reisen zu gehen, weil es ihnen gut tun würde, hören wir fast immer irgendwelche Ausreden. Die meisten dieser Ausreden sind immer gleich. Es sind Lügen, um sich selbst die Welt so zu behalten, wie man sie sich in seinem Kopf künstlich erschaffen hat. Viele belügen sich sehr gerne selbst. Viele wollen einfach nicht aus ihrer Misere raus. Es scheint oft so, dass viele sogar sehr gerne depressiv herumlaufen und ihre Negativität versprühen. Sie mögen es, sich in ihrem Negativsumpf zu wälzen und wollen eigentlich gar keine Lösung hören. Denn sie haben sich schon viel zu sehr an die Lüge gewöhnt, die sie sich immer wieder selbst vorsagen. 

Umso mehr ist hier der wachsame Partner gefragt. Wenn du merkst, dass dein Partner Probleme hat und in eine Depression abschlittert, dann zögere nicht und mache selbst den ersten Schritt. Zwinge deinen Partner, mit dir auf Reisen zu gehen!

Tipp zum Reisen gegen Depressionen

Wenn du als Leser diese Zeilen liest, dann wirst du dir eventuell denken: Die haben vielleicht leicht reden.

Dazu sei gesagt: Keiner von uns beiden sagt, dass es leicht ist, so einen Schritt zu unternehmen. Aber frage dich selbst, was die Alternative dazu ist. Willst du so weitermachen wie bisher? Willst du weiterhin ein Leben leben, das dich krank macht, das du nicht mehr aushältst? Ein Leben gegen das du vielleicht sogar schon mit Antidepressiva ankämpfen musst, um es zu ertragen? Nein, ganz bestimmt nicht!

Wenn du nicht aktiv wirst, wird sich auch an deinem Leben nichts zum Positiven verändern! Deshalb gehe reisen und mache diesen einen Schritt. Was soll denn schon großartig schief gehen? Es ist doch schon vorher alles schief gegangen, sonst wärst du nicht in dieser Situation.

Ich gebe dir einen sehr guten Tipp, wie du damit beginnst! Buche jetzt ein Ticket nach Australien, das sechs Monate später stattfindet. So hast du Zeit, um alles in die Wege zu leiten. Ich verspreche dir, du wirst dich nach dem gebuchten Ticket bereits viel besser fühlen und neue Aufgaben haben, die dir dein Leben verschönern!

Und denke immer daran: „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, Gründe.“ (A. Camus)

 

 

 

 

 

 

 

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