Wandern vom Vilsalpsee über den Schrecksee, den Alplsee, den Lache und den Traualpsee. Eine Wanderung, die im Tannheimer Tal beginnt und fünf Seen inne hat, das hörte sich nach einer super Bergrundtour an!

Meine letzte Wanderung lag schon wieder Wochen zurück und ich fühlte mit jedem Tag, wie meine Muskeln schlapper wurden. Ich war schon längst überfällig, wieder mal einen Fuß in die Berge zu setzen. Also prüfte ich mehrere Tage das Wetter, um ein gutes Zeitfenster mit gutem Wanderwetter zu erwischen. Und siehe da, am 1. Juli 2020, einem Mittwoch konnte es endlich losgehen. Es sollte den halben Tag Sonne geben und nur gegen Abend eventuell ein Gewitter. Das sollte passen!

Ich hatte mir diesmal eine Tour ausgesucht, die an verschiedenen Bergseen vorbeiführte. Genauer gesagt an fünf Bergseen. Das wäre dann einmal der Vilsalpsee, dann der Schrecksee, der Alplsee, der Lache und der Traualpsee. Die Rundtour war insgesamt ca. 16 Kilometer lang, wenn man vom Restaurant beim Vilsalpsee startete.

Meine Anfahrt ins Tannheimer Tal

Es ging morgens direkt bei Sonnenaufgang von Sonthofen aus los. Denn ich musste zuerst noch 25 Kilometer ins Tannheimer Tal fahren, wofür ich circa 30 Minuten brauchte. Ich packte also schnell meine Sachen, trank parallel noch einen Kaffee und machte mich auf den Weg. Diesmal war ich auch etwas schlauer und nahm ein Fahrrad mit. Denn mit dem Fahrrad konnte ich einige Kilometer vom Wanderparkplatz aus schneller zurücklegen.

Parken in der Nähe vom Vilsaplsee

Mein Fahrzeug parkte ich direkt an einer der großen Parkplätze beim Tourismus-Center. Die Parkplatzpreise waren hier fair. Ich zahlte 3 Euro für den ganzen Tag. Es gibt natürlich noch andere Parkplätze, die etwas näher am See liegen. Der letzte, ein privater Parkplatz vor dem Tal kostet 5 Euro pro Tag.

Tipp – hier gibt es auch einen Wechselautomat! Der Parkplatz direkt beim Vilsalpsee Restaurant kostet 7,50 Euro pro Tag. Der Fahrtweg bis zum Parkplatz beim Vilsalpsee ist jedoch nur zwischen 7 bis 10 Uhr befahrbar und dann wieder ab 17 Uhr, da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Jedenfalls kann man sich den einen oder anderen Euro an Parkkosten sparen, wenn man vom großen Parkplatz aus beginnt und bereit ist die 4 Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Parkplatz Vilsalpsee Tannheimer Tal

Mit dem Fahrrad zum Vilsalpsee

Ich zog meine Wanderschuhe an, nahm das Fahrrad und war nach circa 10 Minuten beim Restaurant am Vilsalpsee angekommen. Mein Fahrrad ließ ich einfach hier zurück. Ich musste feststellen, dass ich mein Fahrradschloss vergessen hatte. „Naja, wird schon keiner klauen“, hoffte ich. Ich ging jetzt zu Fuß weiter und nahm den rechten Weg am Restaurant vorbei und lief erst einmal den Vilsalpsee entlang. Eine schöne und ruhige Atmosphäre lag dabei morgens über dem See. Es waren kaum Touristen unterwegs. Man hörte nur die Glocken der Kühe, einige Enten und die Fische im See plantschen.Vilsalpsee im Tannheimer Tal

Aufstieg von der Vilsalpe in Richtung Rauhorn

Nach einigen Minuten kam ich auch schon bei der Vilsalpe an. Von hier aus sah man den schönen Bergaicht-Wasserfall. Ich nahm den Weg rechts an der Alpe mit dem Wegweiser „Rauhorn“ und es ging gleich ganz schön steil los, sodass mir bereits nach einigen hundert Metern ziemlich warm wurde und sich die ersten Schweißtropfen sammelten. Ich kürzte meine Wanderhose zu Shorts, holte die Wanderstöcke raus und ging weiter. Es folgte ein kleiner Wasserlauf den Berg hinunter und kurz danach lagen auch schon die bimmelnden Kühe vor mir in den Gräsern.

Wegweiser Wandern zum Rauhorn

Die Kühe waren mit einem einfachen Elektrozaun eingezäunt. Dennoch musste ich durch deren Gebiet und wie sollte es anders sein, als dass direkt eine Kuh auf meinem Weg lag. Ich umlief die Kuh mit sicherem Abstand.

Eigentlich sind Kühe keine gefährlichen Tiere, aber ab und zu kann es vorkommen, dass eine Kuh angreift, vor allem wenn Kälber in der Nähe sind. Und ich wollte ganz bestimmt nicht von so einer Kuh niedergetrampelt werden. Die vielen Warnschilder hingen ja nicht umsonst herum. Dem einen oder anderen Wanderer hat so eine Kuh schon Respekt eingehaucht, sodass er im Krankenhaus landete, wenn nicht Schlimmeres passierte. Also hielt ich immer schön Abstand zu den Kühen.

Wegweiser Wandern zum Rauhorn

Bald hatte ich die Kühe passiert und kam in ein kleines Waldstück. Das Gurgeln und Plantschen der Bäche und Wasserfälle war immer öfters zu hören. Die Bäume waren jetzt auch verschwunden und Gräser mit tausenden Blumen eröffneten sich am Berghang. Immer wieder blieb ich stehen, die Puste wollte nicht mehr. Pausen waren vorprogrammiert. Zwei Frauen überholten mich. Ich als Riese von 1,90 m total verschwitzt, versuchte nicht so weichlich gegenüber den Frauen auszusehen. Ich stellte mich hin, als würde mir der Berghang nichts ausmachen und als würde ich mir nur eine Pause gönnen. Wir grüßten kurz einander und die Wege trennten sich wieder. Wie so oft in den Gebirgen.

Vilsalpsee Aussicht auf Tannheimer Tal

Jedenfalls genoss ich dabei die tolle Aussicht, blickte immer wieder auf den Pfad, der sich den Berg hoch hangelt und hoffte inständig, dass die Steigung bald abnimmt. Aber es war kein Ende in Sicht. Es ging immer höher und höher. Die zwei Frauen, die etwas älter waren, konnte ich nur noch als Pünktchen erkennen. „Wie können die nur so schnell sein?“, fragte ich mich immer wieder und setzte dabei langsam, aber beständig einen Fuß vor den anderen. Nach einem gefühlt endlosen Anstieg wurde es endlich besser. Steine und große Brocken von Felsen erschienen. Die ersten Schneefelder und eine kühle Brise machten sich breit. „Puh, endlich!“ Die ersten schönen blauen Enziane tauchten auf, ein gutes Zeichen, dass man in den oberen Bergregionen angekommen ist.

Enziane in den Allgäuer Bergen

Nun erschien auch der erste Wegweiser hier oben. Rechts ging es zum Rauhorn (Höhe 2240m), noch weiter rechts zum Geiseck und Gaishorn (Höhe 2247m). Die ließ ich allesamt liegen, denn ich wollte über den Rücken vom Kugelhorn (2126m) zum Schrecksee. Etwas mehr als eine Stunde Wanderweg hatte ich laut Wegweiser bis zum Schrecksee noch vor mir. Ich wusste, dass es länger dauern wird. Ich blieb oft stehen, schaute mich um versuchte Tiere zu entdecken. Plötzlich ein lautes Pfeifen oder so ähnlich und siehe da eine Gemse sprang leicht entlang der Hänge davon. Durch ihren eigenen Tierschrei hat sie sich verraten. Ich wünschte mir, ich könnte auch so leicht durch die Berge gleiten wie eine Gemse.

Gemse in den Allgäuer Alpen

Weiter ging es. Ein kleines Schneefeld kreuzte meinen Weg und hinten türmten sich die gewaltigen Felsen des Rauhorns auf. Ein imposanter Anblick. Ich fühle mich immer wieder so klein als Mensch in den Bergen, wenn ich vor solchen Kolossen stehe.

Der Pfad war schön, fast immer eben, es ging nur noch leicht hoch und wieder runter. Ein tolles Panorama. Plötzlich tauchte ein Wanderpärchen mit Kindern auf und kreuzte meinen Weg. Oft tauchten aus dem Nichts andere Wanderer auf, grüßten kurz und verschwanden wieder. Wo die wohl hingingen? Jeder hat seine eigenen Ziele hier in den Bergen.

Die beiden Frauen, die mich vorhin überholt hatten, waren definitiv fitter als ich, denn sie waren schon längst hinter den unzähligen Felsen verschwunden.

Felsen unter dem Rauhorn

Ich war wieder alleine unterwegs und schwelgte in Gedanken, bis einige pfeifende Rufe meine Aufmerksamkeit weckten. Es war ein kleiner Schwarm von Alpendohlen, die akrobatisch an den Felsen herumsprangen und in die Luft abhoben und wieder landeten. Tiere gab es hier genug zu entdecken. Dafür am besten einfach stehen bleiben und ruhig mal umherschauen. Ich fand einen tollen Felsen zum Ausruhen, legte meinen Rucksack und die Stöcke ab und bestaunte die Aussicht von hier aus auf den Vilsalpsee und den Bergaicht-Wasserfall, bevor es wieder weiter ging.

Wandern am Rauhorn in den Alpen

Es ging wieder rauf, Schritt für Schritt, bis ich am Grenzstein von Deutschland und Österreich ankam. Hier verlief die Grenze der zwei Staaten. Die Aussicht war super. Wenn man nach links schaute, dann konnte man Hinterstein und sogar Sonthofen und den Alpsee bei Immenstadt erkennen. Ich hätte nicht gedacht, dass man soweit schauen kann. Wenn man rechts schaute, erkannte man den Vilsalpsee und das Tannheimer Tal.

Grenzstein mit Blick auf den Vilsalpsee

Ich setzte die Wanderung über das Kugelhorn fort. Der Weg wurde enger und die Felsen nach unten steiler. Die Wanderstöcke wurden jetzt immer mehr zum Hindernis, ich musste mich ab und zu an den Felsen festhalten. Es wurde heikler, Stahlseile erschienen immer öfters, an denen man sich lieber festhalte sollte. Ab und zu waren die Felsen unter den Schuhen nass und rutschig. Ein falscher Tritt hätte fatale Folgen haben können, denn es ging hunderte Meter tief nach unten. An einigen Stellen erinnerte mich der Pfad irgendwie an den Gleitweg im Oytal, der hatte auch solche heiklen Stellen.

Wandern am Kugelhorn in den Alpen

Immer wieder suchte ich einen etwas sicheren Ort, um auch mal ein Foto zu knipsen, denn die Aussicht war wunderschön. Plötzlich hörte ich wieder ein Bimmeln. „Das können unmöglich Kühe sein“, dachte ich. Es waren Schafe. Eine kleine Herde trampelte direkt über mir einen kleinen Pfad entlang, um an ein Grasbüschel zu kommen. Ich war wieder einmal begeistert, wie super die klettern können und werde mich beim Genuss meines nächsten Lammsteaks bestimmt daran erinnern.

Schafe in den Bergen

Eine Wanderin überholt mich. Ich hatte sie gar nicht bemerkt, da ich mit dem Beobachten der Schafe beschäftigt war. Sie blieb einige Meter in Entfernung vor mir stehen und füllte ihre Wasserflasche mit frischem Wasser auf. Aus einer kleinen Rinne floss kaltes frisches Bergwasser. „Tolle Idee!“, dachte ich mir, da meine Wasserblase ebenfalls fast leer war und ich Wasser brauchte. Also tat ich es ihr gleich.

Frisches Wasser aus einer Bergquelle

Schrecksee – der schönste See Deutschlands

Einige Meter weiter, hinter dem nächsten Felsen erschien der lang ersehnte Schrecksee auf einer Höhe von 1813 Metern. Ich konnte ihn von hier aus super sehen. Toller Anblick, mit der Insel in der Mitte und den grünen Gräsern überall. Es ist wirklich einer der schönsten Seen Deutschlands. Manche behaupten sogar, es wäre der schönste See Deutschlands. Ich blieb immer wieder stehen und knipste Fotos!

Schrecksee, der schönste Bergsee Deutschlands

Es dauert noch ein wenig, bis ich unten am See ankam. Ich entdeckte jetzt immer mehr Wanderer, die sowohl vom Tannheimer Tal  aus als auch ab Hinterstein, also von der deutschen Seite aus her wanderten. Ab Hinterstein dauerte es circa genau so lange bis man hier ankam. Ich hatte es im März dort versucht, damals aber wegen zu viel Schnee abgebrochen und die erneute Wanderung auf Juli verlegt.

Schrecksee Deutschland schönster See

Der See wirkte wie ein Magnet auf viele Wanderer. Nicht nur die Schönheit, sondern auch das kühle Nass. Der ein oder andere sprang in den See und gleich wieder raus. Warm war er nicht, aber schön frisch. Ich machte das Gleiche, suchte mir eine Stelle, an der ich ein wenig ungestört war und zog meine Wanderhose und die Wanderschuhe aus. Das fühlte sich super an! Ich tastete mich langsam in das Wasser heran, kleine Fische knabberten an meinen Füßen, dennoch war es kalt, sehr kalt. Es musste also schnell gehen. Ich sprang rein und kam wie frisch geboren und mit neuer Energie wieder raus. Jetzt trocknete ich mich ein wenig in der Sonne, nahm einen heißen Tee zu mir, dafür hatte ich extra eine Thermosflasche mit Tee mitgenommen und machte erst einmal Brotzeit. Fast eine Stunde verweilte ich hier, beobachtete den See und die anderen Wanderer. Plötzlich durchdrangen pfeifende Töne die Luft. Es hörte sich nach Murmeltieren an, aber ich konnte keine entdecken.

Ausruhen nach der Wanderung am Schrecksee

Jedenfalls war es schon Mittag und ich bemerkte, wie die ersten kleinen Wolken am Horizont erschienen. Ich machte mich wieder fertig für die Weiterwanderung, denn ich hatte ja noch einiges an Weg vor mir und im Hinterkopf, dass es nachmittags eventuell Gewitter geben sollte!

Wanderer ruhen sich am Schrecksee aus

Als ich den Schrecksee verließ, kamen immer mehr Wanderer an, darunter viele junge Leute. Unterwegs bemerkte ich, dass es am See ziemlich nach Lauch oder Frühlingszwiebeln roch und tatsächlich waren die Wiesen voll davon. Perfekt für einen Salat ;-)!

Wandern entlang des Jubiläumsweges bis zur Landsberger Hütte

Naja, der See war jedenfalls wieder etwas weiter weg und ich stand vor dem nächsten Wegweiser am Kirchendachsattel, von wo aus nicht weit von mir zwei junge Mädels versuchten, die Spitze des Kirchendachs zu erreichen. Für mich sah das gefährlich aus, aber jeder hat ja eine andere Sicht auf die Dinge, was gefährlich ist und was nicht. Ich hätte es mich nicht getraut.

Kirchendachsattel Berge beim Schrecksee

Ich schaute nochmal auf die Wegweiser. Einer davon wies Richtung Landsberger Hütte entlang des Jubiläumswegs. Zeitangaben waren keine enthalten, aber ich dachte, dass es so circa zwei Stunden dauern müsste. Ich ging also los. Ein schöner Höhenweg führte an mehreren Bergspitzen unterhalb vorbei. Voran der Kirchendachsattel (Höhe 1991 m), dann die Kälblespitze (Höhe 2235 m) und die Kalbleggspitze (Höhe 2000 m).

Wandern in alle Richtungen

Links von mir lag das schöne Tal, welches sich wie ein Wanne ausbildete und unten in der Mitte einen kleinen See umfasste: Der Alplsee. Ich musste jedenfalls erstmal um die ganze Wanne herumlaufen, bis ich fast bei der Roten Spitze (Höhe 2130 m) ankam.

Steiniger Pfad entlang des Jubiläumswegs

Der Höhenweg war nicht schwer, nur ab und zu sollte man sich festhalten, da er machmal sehr steinig ist. Ab und zu kreuzte ich zudem kleinere Schneefelder. Wie so oft bimmelte es wieder, Schafe trieben sich in den Felsen herum. Eine kleine Herde hatte sich einen Unterschlupf gesucht. Das Grollen des Gewitters in der Ferne hatte sie wohl dazu getrieben. Eine andere kleine Herde stand direkt neben meinem Wanderweg.

Schafe in den Allgäuer Bergen

Das Grollen kam immer näher und ich fing an mich zu beeilen, weil ich vor Einbruch des Gewitters wenigstens die Landsberger Hütte erreichen wollte. Der Höhenweg war traumhaft, immer wieder musste ich stehen bleiben, die Atmosphäre einsaugen und dann weiter gehen. Man hatte auch einen tollen Ausblick auf den Hochvogel (Höhe 2592 m).

Ausblick auf den Hochvogel in den Allgäuer Alpen

In der Ferne entdeckte ich andere Wanderer, die sich auf der Steinkarspitze herumtrieben und für Fotos posierten. Die Landsberger Hütte war nicht mehr weit und das war gut so, denn das Grollen war schon über mir. Zum Glück gab es noch keinen Regen. „So schnell kann der blaue Himmel in grau und Gewitter umschwingen“, dachte ich mir. Ich hätte noch gerne die ein oder andere Spitze erklommen, aber dafür war keine Zeit, das Gewitter saß mir im Nacken.

Der Weg zur Landsberger Hütte

Da war ich endlich, ein weiterer Wegweiser zur Landsberger Hütte und ich sah die Hütte sogar in der Ferne mit dem kleinen See Lache.

Landsbergerhütte in den Bergen DAV

Was ich noch sah, waren hunderte Schafe mit ihren Lämmchen, die sich im Tal breit machten und wie hunderte kleine weise Punkte im Gras aussahen. Ich wanderte direkt durch die Herden. Meine Wanderung bis zur Hütte war die ganze Zeit von schrillen „Meehhhh….meeehhh“ begleitet.

Schafsherde im Allgäue

Es waren mehrere Wanderer an der Landsberger Hütte, die aßen und tranken. Ich hatte eigentlich auch vor, mir wenigstens einen Germknödel zu gönnen, aber wegen des Gewitters verweilte ich kaum an der Hütte, sondern machte mich gleich weiter auf dem Weg. Ich erhaschte mir noch schnell einen Blick auf den kleinen See, die Lache, der direkt an Hütte war und bog dann Richtung Traualpsee ab.

Landsbergerhütte

Traualpsee im Tannheimer Tal

Diesmal wurde ich sowohl vorne wie hinten von vielen Wanderern begleitet. Es war zwar ein Mittwoch, aber dennoch gut voll. Meine einsame Wanderung war jetzt vorbei, es war klar, dass der Traualpsee und Vilsalpsee nahe sind. Nach einer doch rutschigen Partie, denn der Pfad runter zum Traualpsee, der auch mit Stahlseilen gesichert war, hatte oft einen nassen Untergrund. Man musste ein bisschen aufpassen! Da war er, der Traualpsee auf 1631 Metern Höhe. Auf der linken Seite der See und auf der rechten Seite ein schöner Wasserfall. Es blieb mir nicht viel Zeit, den See zu genießen, denn das Gewitter donnerte immer mehr über meinem Kopf.

Traualpsee in den Alpen

Der letzte Pfad ging dann wieder zurück zum Vilsalpsee. In der Ferne konnte ich diesen sehen und er kam immer näher. Langsam merkte ich auch die Lasten der Wanderung. Die Füße wurden schwerer und die ersten kleineren Blasen fühlte ich in den Schuhen. Aber ich hatte es fast geschafft. Es ging steil runter, wieder an einem Wasserfall vorbei und an einigen Kühen. Und plötzlich war ich auf dem Hauptweg beim Vilsalpsee angekommen. Geschafft! Jetzt ging es weiter zu meinem Fahrrad. Und tatsächlich, es war noch da – niemand hatte es geklaut. Ich sprang schnell auf den Sattel und schaute, dass ich zum Parkplatz kam, denn der Regen hatte in der Zwischenzeit eingesetzt. Auf dem Parkplatz angekommen, war ich heilfroh, dass ich mein Fahrrad dabei hatte, denn ich hatte echt keine Lust noch die ca. 4 Kilometer vom Restaurant aus zum Parkplatz zu laufen. Meine Tour war beendet – mit vielen schönen Eindrücken.

Fazit zur 5 Seen Rundwanderung

Die Rundtour ist super schön, mit vielen abwechslungsreichen Naturerlebnissen. Diese ist von fast von jedem machbar, wenn man etwas trittsicher und bei manchen Stellen schwindelfrei ist. Insgesamt hatte ich circa 16 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und 11 Stunden gebraucht, bis ich wieder an meinem Ausgangspunkt angekommen war.

Es ist ganz klar eine sehr schöne Tagestour, eigentlich die schönste, die ich bis jetzt gemacht habe. Der Aufwand lohnt sich, denn die Ausblicke, die Seen, die Wasserfälle, die Tiere, die grünen Täler und die riesigen Berge entlohnen einen nach fast jedem Meter. Ich hatte einen tollen Wandertag in einer märchenhaften Landschaft hinter mir!

Tipp: Nehmt euch viel mehr Zeit! Am besten mietet euch in einer der Hütten oben ein und genießt die Bergwelt über mehre Tage!

Meine Grundausrüstung zum Wandern:

Lowa Trekker Wanderschuhe Deuter Futura 32 Fjällräven Wanderhose Wanderstöcke
*Weitere Informationen über die Produkte erhält man durch einen Klick direkt bei Amazon.

Fakten zur Wanderung:

Jahreszeit 01. Juli
Wetter Sonnig bis leicht bewölkt
Ausrüstung Mittlere Wanderschuhe, leichte Kleidung
Ausgangspunkt Parkplatz Tourismuscenter Tannheimer Tal (3,0 Euro/Tag)
Wanderzeit für Rundweg Je nach Fitness und Pausen ca. 10-12 Stunden
Tourencharakter Mittelschwer. Teils Schotter, Hänge, Felsen, Geröll und mit Stahlseilen gesicherte Wege. Absturzgefahr. Trittsicher und schwindelfrei sollte man sein.

Für alle Allgäu-Fans empfehlen wir die folgende Literatur:

*Weitere Informationen über die Produkte erhält man durch einen Klick direkt bei Amazon.

Wie immer freuen wir uns über eure Kommentare und Erfahrungen zu diesem Thema.

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Meike
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Meike

Sehr toller Bericht und wunderschöne Bilder!
Wie lange hast du ungefähr zur Landsberger Hütte gebrauht bzw. von dort zum Parkplatz?