Reisen in Zeiten von Corona hat seine positiven und negativen Seiten. Ich habe mir deshalb gedacht, da wir jetzt mit unserem Wohnmobil seit einigen Monaten unterwegs sind, können wir unsere Erfahrungen mit unseren Lesern teilen. Das Reisen in Zeiten von Corona ist nicht nur möglich, es hat sogar auch seine positiven Seiten mitgebracht. 

Klar haben einige Länder verschiedene Beschränkungen aufgrund der aktuellen Lage erlassen, was das Reisen manchmal schwieriger macht als in der Vergangenheit. Dennoch ist es kein Grund, nicht Reisen zu gehen. Ich vergleiche das aktuelle Reisen gerne mit früheren Reisen in gefährlichere, weniger entwickelte Länder, wo man immer auf dem aktuellsten Stand sein musste, wie die politische Lage ist oder welche Stürme auf einen zu kommen.

So ähnlich ist es auch beim Reisen während einer Pandemie der Fall. Wir schauen immer wieder, wie die Lage in den jeweiligen Ländern ist und mit welchen Einschränkungen man rechnen muss.

Kurz gesagt: Man muss vorbereitet und informiert sein, damit man nicht überrascht in einem Lockdown endet. Zum Glück stellt sich dennoch oft heraus, dass nichts so heiß gegessen wird wie gekocht.

Unterschied zwischen geimpft oder nicht geimpft beim Reisen

Die Unterschiede bezüglich des Impfstatus gibt es auch im Ausland! Es kommt jedoch auf das Land, die Jahreszeit und die Infektionslage an. Als Geimpfter hat man es bei starker Infektionslage leichter, um in Flugzeuge, Hotels, Campingplätze, Ferienwohnungen, Restaurants bzw. die Gastronomie usw. reinzukommen. Außerdem muss man als Geimpfter häufig noch keine Coronatests nachweisen (Stand 12.2021). Aber auch als Ungeimpfter kommt man in Hotels, Campingplätze, Ferienwohnungen, Restaurants bzw. die Gastronomie rein, jedoch muss man meistens ein negatives Corona-Testergebnis nachweisen. 

Wenn man jedoch auf das oben genannte verzichten kann, also nicht unbedingt in Hotels oder auf Campingplätzen übernachten muss, nicht in Restaurants essen möchte und auch nicht auf das Flugzeug als Transportmittel angewiesen ist, kann man auch als Ungeimpfter und Ungetesteter reisen. 

Insgesamt ist es jedoch kein schöner Anblick, wenn Familien mit Kindern zum Beispiel vor Restaurants, Hotels und anderen Einrichtungen abgelehnt werden, weil diese nicht geimpft, zu wenig geimpft sind oder keinen Coronatest nachweisen können.

Ob die ganzen Maßnahmen – die teilweise eher wie Augenwischerei denn wie Pandemiebekämpfung  wirken – verhältnismäßig sind, wird die Geschichte zeigen. Jedenfalls ist es sehr besorgniserregend und bedenklich, wie die Gesellschaft das ganze Treiben im Stillen akzeptiert und zum Teil hinnimmt. 

Corona sei Dank geht es der Natur besser

Das Positive, das Corona für die Natur und Umwelt mit sich bringt, ist vermutlich gewaltig. Der Massentourismus, so wie wir ihn kannten, beginnt zu stottern. Die Natur und Umwelt kann wieder ein wenig aufatmen. Täglich bietet sich uns ein Bild von geschlossenen und verlassenen Hotels, Restaurants und allerlei auf die Tourismusindustrie ausgerichteten Geschäfte werden wahrscheinlich auch nie wieder öffnen. Manche werden nicht einmal mehr gepflegt oder wuchern ganz zu, wieder andere wurden halb gebaut und einfach stehen gelassen. Teilfertige Ferienhäuser werden der Natur überlassen. Die wirtschaftliche Kettenreaktion, die die Corona Pandemie für den Tourismus mit sich bringt, zeigt bereits seine Wirkung und einer der Profiteure davon ist definitiv die Umwelt und die Tierwelt.

Natürlich ist das oben Geschriebene für viele Existenzen katastrophal, aber seien wir doch mal ehrlich, der ausufernde kurzzeitige und nicht nachhaltige Massentourismus hat zu lange über die Welt gewuchert, und jeder, der bewusst und länger herumreist, weiß, welche unglaublichen Schäden er angerichtet hat oder noch anrichtet. 

Wie gesagt, es gibt wieder einsame Strände in Europa, aber auch Tiere wie zum Beispiel Delphine werden da gesichtet, wo man diese seit Jahren zum Beispiel direkt in der Bucht von Lissabon nicht mehr gesehen hatte. Wildschweine rennen wieder durch die Straßen und Orkas (Killerwale) patrouillieren entlang der Küste Spaniens oder Portugals. Die Tierwelt ist wieder auf dem Vormarsch.

Je länger die Beschränkungen wegen Corona andauern, desto länger kann die Natur davon profitieren.

Vorteile mit dem Wohnmobil in Corona Zeiten

Den größten Vorteil in Zeiten von Corona bietet definitiv das Reisen mit dem Wohnmobil oder evtl. noch mit einem Boot/Schiff. Es ist einfach die Unabhängigkeit, Freiheit von der Gesellschaft, wenn man längere Zeit autark irgendwo in der Natur verbringen kann. Man ist immer in Bewegung und kann nicht nur den Standort, sondern auch das Land einfach wechseln. Wir treffen immer wieder Menschen aus der ganzen Welt, die mit ihrem Gefährt herumreisen bzw. dauerhaft darin leben. 

Fazit zum Reisen in Zeiten von Corona

Wie ihr seht, ist das Reisen mit dem Wohnmobil in Zeiten von Corona möglich und man hat eindeutig Vorteile, wenn man mit dem Wohnmobil, Expeditionsmobil oder Camper unterwegs ist. Dennoch sollte man immer die aktuelle Lage weltweit im Auge behalten, da man nie weiß, wie sich die Länder verhalten und welche neuen Maßnahmen geplant sind.

Wer das Reisen und die Freiheit liebt, wird sich schwer davon abbringen lassen, nicht reisen zu gehen. 

Wie immer freuen wir uns auf eure Kommentare und wie ihr zu dem Thema steht bzw. ob ihr schon aktiv geworden seid.

 

 

Das könnte Dich Interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1000
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei