Beim sicheren Transport und verlagern von Bienenstöcken oder Bienenvölker ist große Sorgfalt von hoher Bedeutung. Um die Bienen so wenig wie möglich zu stören, sollte man sich bereits vorher gut überlegen, wie man vorgehen möchte.

Der Transport von Bienenstöcken kann unterschiedliche Gründe haben, am häufigsten transportiert man die Bienen für die Bestäubung oder auch für die Neupositionierung bei kaltem Wetter, es gibt hierfür auch noch weitere Gründe.

Damit die Bienen möglichst entspannt an Ihrem Ziel ankommen, erhältst du hier wichtige Tipps, was du beim Transport beachten musst und wie du am besten vorgehen solltest.

Der beste Zeitpunkt für einen Bienentransport

Um alle Bienen transportieren zu können, sollte man darauf achten, den Transport möglichst früh am Morgen, spät am Abend oder an einem regnerischen Tag zu vollziehen, bestenfalls im Frühjahr.

Achte darauf, dass du den Transport nicht innerhalb der Flugzeit stattfinden lässt. Bitte transportiere die Bienen nicht bei hohen Temperaturen, denn sobald das Flugloch verschlossen ist, können die Bienen das Volk nicht kühlen, so würden sie überhitzen.

So transportiert man Bienen am besten

Du solltest den Bienenkasten auf einem Anhänger, Auto oder Transport sicher verladen. Ideal für den Transport wäre ein Anhänger. Bevor es mit dem Transport los geht, gibt es noch einiges zu beachten.

Es gibt die Möglichkeit die Bienen mit dem Honigraum oder separat dazu zu transportieren, möchte man sie separat transportieren, so sollte man am Tag vor dem Transport eine sogenannte „Bienenflucht“ machen und am nächsten Tag den Honigraum separat transportieren.

Doch als Beispiel nehmen wir den einfachen Transport einer Magazinbeute. Zu Beginn sollte man die Fluglöcher sicher verschließen, dass funktioniert beispielsweise durch einen integrierten Fluglochschieber. Hat man eine solche Vorrichtung nicht, kann man diese auch mit Lüftungsgittern oder auch mit Schaumstoffstreifen sicher verschließen.

Damit ausreichend Luftaustausch stattfinden kann, sollte der Gitterboden offen und ohne Bodeneinlage sein. Zum ordentlichen Verschließen und für den sicheren Transport, kann man nun die Zarge mit Hilfe eines Ratschen-Gurtes sichern, diesen kann man ganz einfach festziehen.

Zargen auf meinem Fahrzeug oder Anhänger sichern

Hast du nun alles verschlossen und gesichert, kannst du deine Zargen in dein Fahrzeug verladen. Beachte beim Einladen, dass du die Waben parallel zur Fahrtrichtung platzierst, so kannst du das Schwingen der Waben in der Zarge vermeiden.

Stelle die Zarge nun so weit wie möglich an die letzte Sitzreihe/ bzw. bei einem Anhänger so nah wie möglich am Anfang des Anhängers in der Nähe zum Kofferraum und so nah wie möglich rechts oder links an die Außenseite, da sonst die Ladung verrutschen kann. Du kannst nun deine Ladung mithilfe von Spanngurten festziehen. Fahre beim Bienentransport vorsichtig und vermeide lange Strecken.

Vermeide Temperatur Abweichungen und Stresssituationen der Bienen beim Transport

Durch zu hohe Temperaturen und Stress kann es passieren, dass die Bienen „verbrausen“, das sorgt dafür, dass die Temperatur stark ansteigt, dadurch wird das Wachs im Inneren der Box flüssig. Verkleben die Bienen nun mit dem Honig und dem Wachs sterben sie.

Hast du nun mit deinen Bienen das Ziel erreicht, kannst du sie vorsichtig an ihren neuen Platz aufstellen, entferne nun besonders vorsichtig die Spanngurte und öffne das Flugloch, halte dabei möglichst Abstand. Die Bienen müssen sich nun erst von der Fahrt beruhigen.

Beachte folgendes beim längerem Bienentransport

Vermeide, wenn es irgendwie möglich ist längere Strecken. Natürlich sind lange Fahrten manchmal unumgänglich. Schau, dass es während des Transportes nicht besonders warm draußen ist und dass die Bienen möglichst wenig gestresst werden.

Auch auf ausreichend kühle Luft solltest du achten, entweder durch die Klimaanlage oder auf einem Anhänger durch die Frischluft. Sollte ein längerer Transport nicht vermieden werden können, achte darauf, dass ausreichend Futter während dem Transport zur Verfügung steht.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Fluglochschwämme nass zu halten, auch Kühlakkus können eine gute Abhilfe leiste. Versuche, wenn möglich nachts oder in den frühen Morgenstunden zu fahren. Du solltest die Bienen nicht frei fliegen lassen, im Auto stellt dies eine große Gefahr dar, solltest du eine Pause machen und die Bienen frei lassen, werden diese vermutlich wegfliegen.

Hilfsmittel, um die Bienenvölker sicher zu verladen

Eines der bekanntesten Hilfsmittel ist unter anderem sogenannte Smoker oder auch Imkerpfeife genannt, durch den aus diesem Gerät kommenden Rauch, wird bei Bienen ein Reflex ausgelöst.

Da Bienen wissen, dass Rauch ein Vorbote für Feuer ist, versuchen sie also, so viel wie möglich Honigproviant aufzunehmen, wie nur möglich. Natürlich kommt nach dem Rauch in dem Fall kein Feuer. Die Bienen sind dann allerdings so mit Honig vollgesaugt, dass sie erstmal ziemlich entspannt sind. In diesem entspannten Zustand können Imker nun die Bienen besser transportieren.

Wozu benötige ich ein Gesundheitszeugnis?

Vor dem Umzug über Kreisgrenzen benötigst du nach §5 BienSeuchV ein Gesundheitszeugnis, da hierdurch die Ausbreitung der amerikanischen Faulbrut verhindert werden soll. Dieses Zeugnis, musst du von einem Amtstierarzt ausstellen lassen, wichtig ist, dass daraus hervorgeht, dass die Bienen frei von der amerikanischen Faulbrut sind und auch nicht aus einem Faulbrut-Sperrbezirk stammen. Einen Umzug oder Kauf musst du nun dem zuständigen Veterinäramt mit einer Kopie des Gesundheitszeugnisses melden, dieses kümmert sich nun um die Anmeldung der Bienenhaltung.

Transport von einzelnen Bienen & Bienenkönigen

Es ist tatsächlich möglich auch einzelne Bienen zu transportieren, möchtest du beispielweise Bienenköniginnen transportieren, benötigen diese aber weitere 8-12 Begleitbienen zum Überleben. Diese Begleitbienen versorgen sie mit Futter und Flüssigkeit, all das zerren sie aus dem Teigverschluss.

Auch einzelne Ableger und Kunstschwärme können durch Bienenboxen transportiert werden. Natürlich sollte man beim Transport der Bienen, wie bereits oben erwähnt darauf achten sie möglichst nachts oder in den frühen Morgenstunden, sowie bei kühlem Wetter zu transportieren, auch für ausreichend kühle Luft, sowie Nahrung sollte gesorgt sein.

Am häufigsten erfolgt der Transport von einzelnen Bienen über einen luftdurchlässigen Transportkäfig, so droht auch bei langen Transportwegen keine Erstickungsgefahr. Es ist möglich die Bienen auch auf dem Postweg mithilfe der Bienenboxen, wie auch dem Transportkäfig zu versenden. Allerdings ist hier auf ausreichend Luftzufuhr wie auch kurze Transportzeit besonders zu achten.

Fazit zum Transport von Bienenvölker

Es gibt wie du nun erfahren hast, viele verschiedene Möglichkeiten Bienen zu transportieren, achte hierbei wie erwähnt auf einen möglichst stressfreien Transport für deine Bienen, sowie auf eine gute kühle Luftzufuhr und ausreichend Nahrung.

Denke immer daran, dass Bienen äußerst wichtig für die Umwelt und die Natur sind. Gehe also immer sehr vorsichtig mit ihnen um.

Tipp: Transporteure für Bienenstöcke kann man auch aus unserer Webseite www.bringhand.de finden.

Wir hoffen, wir konnten einige Tipps an die Hand geben, wie man seine Bienen sicher transportieren kann.

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